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Europa ist nicht wettbewerbsfähig

 
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 18.05.2006, 09:42    Titel: Europa ist nicht wettbewerbsfähig Antworten mit Zitat

Quelle: AZ - Nummer 114 vom Donnerstag 18.5.06

Bildung: Europa ist nicht wettbewerbsfähig

EU-Studie offenbart gravierende Defizite: Lehrer fehlen, Schüler lesen schlecht, Erwachsene bilden sich nicht weiter

Von unserem Korrespondenten Detlef Drewes

Brüssel

Europa werden in zehn Jahren rund eine Million Lehrer fehlen. Dies ist eines der Ergebnisse einer EU-Studie, die jetzt in Brüssel vorgelegt wurde mit gerade für Deutschland teilweise dramatischen Ergebnissen. Hintergrund ist die Absicht der Gemeinschaft, die europäischen Bildungssysteme bis 2010 so zu entwickeln, dass sie im internationalen Vergleich mithalten können. Dazu wurden Messkriterien wie Schulabbrecher-Quote, Zahl der Studenten von Mathematik, Technik und Naturwissenschaften, Lesefähigkeit, Lebenslanges Lernen und Fremdsprachen entwickelt und nunmehr gemessen. Doch selbst der für Bildungsfragen zuständige EU-Kommissar Jan Figel konnte seine Enttäuschung bei der Vorstellung nicht verbergen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

In der EU haben im Jahr 2005 sechs Millionen junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren die Schule ohne Abschluss beendet. Die EU will erreichen, dass diese Quote bei maximal zehn Prozent aller Schulabgänger liegt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten rund zwei Millionen ihre Schullaufbahn fortsetzen. Die geringsten Schulabbrecherquoten verzeichnet Polen (5,5 Prozent). Deutschland liegt im EU-Schnitt von 14,9 Prozent.

Die Zahl der Studierenden mit einem Hochschulabschluss in Mathematik, Technik oder Naturwissenschaften ist zwar deutlich gestiegen. In der Rubrik der Länder mit den höchsten Absolventenzahlen taucht Deutschland aber gar nicht auf. Hier führt Irland vor Frankreich und Großbritannien, bei den weiblichen Absolventinnen Estland vor Zypern und Portugal.

Beim Lebenslangen Lernen galt Deutschland lange als führend. Die EU-Statistik zeigt ein anderes Bild: In Schweden, Großbritannien und Dänemark nehmen mehr Erwachsene an Bildungsmaßnahmen teil.

Im Jahr 2010 dürfen nach den Zielvorgaben der EU höchstens 15,5 Prozent der 15-jährigen Schüler durch schlechte Leseleistungen auffallen. Derzeit sind es noch deutlich mehr als 20 Prozent.

Eine Million Lehrer müssen binnen zehn Jahren ersetzt werden, weil ihre Vorgänger aus Altersgründen ausscheiden. Deutschland ist da besonders gefordert, weil im Jahr 2003 bereits über 52 Prozent des Lehrpersonals 50 Jahre oder älter war.

Es ist klar, dass dringend zusätzliche Bemühungen erforderlich sind, sagte EU-Kommissar Figel. Dies zeige auch ein Vergleich mit anderen Bildungssystemen. Um beispielsweise das Niveau an Investitionen in Bildung der Vereinigten Staaten zu erreichen, müssten die Mitgliedstaaten pro Student im Jahr 10 000 Euro ausgeben, das wäre eine Verdoppelung des heutigen europäischen Durchschnitts. Figel: Ohne bessere Bildung kann Europa nicht wettbewerbsfähiger werden.
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