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seelische Behinderung

 
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 30.05.2006, 09:27    Titel: seelische Behinderung Antworten mit Zitat

ür xxxxxx xxxxx geboren am xx.xx.xxxx wohnhaft xxxxx xxxxxxxx xx xxxxxx xx

Die Schülerin xxxxx xxxx hat im Juni 2003 an einer Intelligenzuntersuchung teilgenommen. Dabei zeigte sich, dass das Mädchen unter häufig und starken emotionalen Schwankungen mit einer depressiven Grundstimmung litt.

Die Intelligenztestung erfolgte mit dem AID 2 (Adaptives Intelligenzdiagnostikum 2) mit dem ein breites Spektrum an Fähigkeiten erfasst wird. Als Maß für die intellektuelle Leistungsfähigkeit dient die sogenannte Intelligenzquantität, die nicht als IQ sondern als Prozentrang angegeben wird. Hier erreichte xxxxx Prozentrang 99. Das bedeutet, dass diese Leistung nur von 1 % der Altersgruppe übertroffen wird und damit einer allgemeinen intellektuellen Hochbegabung entspricht.

Aus der Anamnese ergab sich, dass bei xxxxx schon in der Grundschule eine chronische Unterforderung vorlag, da ihre besondere Begabung nicht erkannt und dementsprechend nie adäquat gefördert wurde. Aus dieser Grundlage hat sich bei xxxx eine seelische Behinderung entwickelt, die es ihr nicht mehr ermöglicht, die ihren intellektuellen Möglichkeiten entsprechenden Leistungsanforderungen des Gymnasiums zu erfüllen. Sie erreichte das Klassenziel des vorletzten Schuljahres nicht mehr und musste die Klasse wiederholen.

Aller Erfahrung nach ist eine Klassenwiederholung bei hochbegabten Leistungsversagern kein geeignetes pädagogisches Mittel, um einer chronischen Unterforderung mit einer daraus entstandenen seelischen Behinderung zu begegnen, andererseits verfügen unsere Regelschulen aber über keine anderen Maßnahmen.

Bei xxxxx hat sich im letzten Schuljahr die depressiver Entwicklung verstärkt. Zusätzlich traten Suizidgedanken und -drohungen auf. Es ist deshalb zu befürchten, dass ohne eine entsprechende schulische Förderung die weitere seelische Entwicklung des Mädchens zu größeren Sorgen Anlass gibt.
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Die entscheidenden Veränderer der Welt sind immer gegen den Strom geschwommen. Walter Jens
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 31.05.2006, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marlene,

wenn man einen hochbegabten Musikschüler dauerhaft dazu zwingen würde, seine Fähigkeiten auf dem Niveau von "Hänschen klein" zu beweisen und jeden Versuch davon abzuweichen bestrafen würde, könnte jedermann nachvollziehen, dass der Schüler unter diesen Bedingungen seine Fingerfertigkeit nicht verbessern kann und sicher hätte auch jedermann Verständnis, wenn diese Bedingungen einen Schüler entmutigen.

Mit intellektuell hochbegabten Schüler wird in der Schule aber häufig genauso umgegangen. Und Schule braucht sich selbst dann keine Gedanken machen, wenn die Auswirkungen der Entmutigung schon so deutlich sind, wie in dem Gutachten beschrieben!

Diese Schülerrin teilt ihre besonderen Fähigkeiten mit nur einem Prozent der Bevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit innerhalb einer Schule auf Lehrer zu treffen, die eine derartige hohe Begabung erkennen und fördern können, ist gering. Gerade aber in Hinsicht auf die Diskussionen um Unterrichtsqualität und die Fragwürdigkeit der Zensurengebung, sollte Schule in einem derartigen Fall auch eine Bringschuld haben und nicht nur auf die Bringschuld der Schülerin beharren.

Welche Unterstützung gibt es vom zuständigen schulpsychologischen Dienst für die Schülerin?

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Kathy



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 6
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 08.07.2006, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

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Sabine Hartmann



Anmeldedatum: 02.02.2006
Beiträge: 68
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 09.07.2006, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Uff, Doris. Mit dem Beispiel "Hänschen klein" hast Du es sehr bildhaft auf den Punkt gebracht. Das werde ich mir merken.

Sabine
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Momo86
Stammposter


Anmeldedatum: 21.01.2006
Beiträge: 265

BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 08:35    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dieser Sachlage haben wir gestern die Internatsbewilligung für ein hb-Kind durchbekommen.

Das KJP-Gutachten ist eindeutig. Das Gymnasium weigerte sich, das Kind als hb anzuerkennen, unterstellte den Eltern gar das Gutachten "gekauft" zu haben - dem Geschwister passierte vor 1 Jahr genau dasselbe (daher dort vor 1 Jahr schon Internatsbewilligung).

Antragstellung beim JA nötig nach §35a evtl. in Verbindung mit §27 KJHG. Ein ausführliches und eindeutiges psychiatrisches Gutachten ist zwingend. Ein Richter, der bei Antragsablehnung entscheidet, richtet sich in 1.Linie nach dem Gutachten.

Tipps für geeignete Internate/einrichtungen gerne bei mir.

Von einer Familie habe ich auch erfahren, dass die Internatsberatung "Töchter und Söhne" kompetent und für die Eltern kostenfrei berät.

Also Marlene: Internat???

LG Momo
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