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Kopie: Bildungspolitik = Parteipolitik

 
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 22.01.2006, 13:10    Titel: Kopie: Bildungspolitik = Parteipolitik Antworten mit Zitat

DorisCarnap

... Erstellt am 23.02.2005 - 11:28

Hallo an alle,

Politik bedeutet auch immer Parteipolitik und damit ist verbunden, dass die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auch von der Verträglichkeit mit der jeweiligen Vorstellung in einer Partei abhängt.

In Hessen zum Beispiel wurden sogenannte Rahmenpläne, kombiniert mit Bildungsstandarts 1996 durch die SPD Regierung eingeführt. Die Forderung nach Rahmenplänen anstelle von Lehrplänen ist alt und ist auch Teil der Tübinger Resolution aus dem Jahr 1951, die unter anderen von Wilhelm Flitner, Eduard Spranger und Carl Friedrich von Weizsäcker unterzeichent wurde: ???In Tübingen haben sich Vertreter der höhreren Schulen und Hochschulen getroffen, um die Frage einer Zusammenarbeit zu erörtern. Die Durchdringung des Wesentlichen der Unterrichtsgegenstände hat den unbedingten Vorrang vor jeder Ausweitung des stofflichen Bereichs. Die Zahl der Prüfungsfächer im Abitur sollte eingeschränkt, die Prüfungsmethoden sollten mehr auf Verständnis, als auf Gedächtnisleistung abgestellt werden. Man sollte ferner überall von dem Prinzip starrer Lehrpläne zu dem der Richtlinien zurückkehren..."

Als meine Kinder im Jahr 1997 ins deutsche System wechselten wurde von Lehrerseite immer über die vollgeladenen Lehrplänen geklagt, die es einzuhalten gälte und die dieses und jenes nicht zulassen, weil man einfach keine Zeit habe. Mich interessierte der Inhalt dieser Lehrpläne und zu meiner großen Überraschung musste ich feststellen, dass diese Lehrpläne gar nicht mehr existierten. Statt dessen gab es Bildungsstandarts und Rahmenpläne und die Aufforderung an die Schulen schuleigene Lehrpläne zu erstellen. Schuleigene Lehrpläne existierten aber auch nicht und Lehrer unterichteten weiter nach den alten Lehrplänen. Die Aufforderung an die Schulen zu reagieren wurde einfach ignoriert.

Durch den Regierungswechsel im Jahr 1999 wurde die ehemalige Lehrerin Karin Wolff Kultusministerin. Ihr Beitrag zur Verbesserung des Schulsystems war eine Änderung des Schulgesetzes zum Nachteil der Eltern und Schüler, und die Wiedereinführung ???ordentlicher? detaillierter Lehrpläne. Die wurden auf die Schnelle zusammengeschustert, Fachleute schüttelten entsetzt die Köpfe und waren fassungslos.

Und dann kam PISA und die Erkenntnis, dass erfolgreiche Länder ???nur? mit Bildungsstandarts arbeiten ? in Finnland passt die gesamte Schulgesetzgebung für das ganze Land auf knapp 300 Seiten. Damit verbunden war die Erkenntnis, wichtiger als ???Input? sei der ???Output?. Der Erfolg stellt sich nicht automatisch ein, wenn man Schülern viel Wissensstoff vor die Füße schmeißt, sondern es ist wichtig, ob Schüler damit auch erfolgreich umgehen lernen. Jetzt wurden mit großem Lärm Bildungsstandarts eingeführt ? die Fachwelt sagt, das sind noch keine guten Bildungsstandarts, weil sie noch viel zu detailliert sind. Aber wen interessiert das schon? An den meisten Eltern ist die Diskussion um die Rahmenpläne, die Wiedereinführung der Lehrpläne und über Bildungsstandarts spurlos vorbeigegangen. Aber dass die Selektion verschärft wird, ist für alle offensichtlich, ohne dass sich etwas an der Qualität des Unterrichts geändert hat.

Eine Meldung aus Niedersachsen: Mehr Fächer, mehr Prüfungen, Deutsch und Mathe bis zum Abi - die niedersächsische Regierung hat die gymnasiale Oberstufe reformiert. Durch die Neuregelung werde das Abitur insgesamt anspruchsvoller, sagte die niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann (CDU). Die Gymnasiasten würden "quantitativ mehr gefordert", berichtet der Spiegel am 30.1.05 ???Busemann zufolge geht Niedersachsen mit dem anspruchsvolleren Abitur den gleichen Weg wie die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen?. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,338786,00.html

Und eine Meldung aus Hessen: Eine Wiesbadener Haupt- und Realschule wird Modellschule in Hessen, dort werden Bildungsstandarts eingeführt. ???Die Abnabelung von denn vorgegebenen Lehrplänen befreie die Schule ???von der Stoffülle?, über die Eltern wie Schüler oft klagten...Dieser Teil des Experiments sei hessenweit bislang einmalig,? heißt es in der FR vom 12.2. 05.

Und so sieht es die CDU, wie man heute in der Zeitung lesen konnte: ????Kein anderes Land erlebt derzeit so viele Verbesserungen für die Schulen wie Hessen, kein anderes Land betreibt eine solch moderne Schulpolitik wie Hessen. Auf diese Leistung sind wir stolz?, sagte am Dienstag im Landtag der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Jürgen Irmer. ???Landesregierung und CDU- Landtagsfraktion kämpfen gemeinsam für eine bessere Bildungsqualität.? Hessen gehöre im Bildungsbereich zur Spitzengruppe in Deutschland ???mit modernsten Strukturen in Schulen, Schulverwaltung und Lehrerbildung?, so Irmer. ???Diesen Weg werden wir fortsetzen.? Die CDU-Schulpolitik verbindet ???gute Erfahrungen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse?, so Irmer. ???Alle seriösen Schulstudien zeigen: Für eine gute Bildung kommt es vor allem auf eine sehr gute Unterrichtsqualität an. Dafür wiederum ist eine hervorragende Lehrerbildung entscheidend, die sich eng an der Unterrichtspraxis orientiert... Für alle diese Punkte gilt: Die CDU setzt mutig um, was SPD und Grüne aus ideologischen Gründen bekämpfen. Modern statt rückwärtsgewandt ? so handeln wir im Interesse von Hessens Schülern und Lehrern?, so der CDU-Schulpolitiker abschließend.?

Einen gewissen Unterhaltungswert kann man dieser Meldung nicht absprechen! Ich muss allerdings zugeben, dass in anderen Bundesländern dieses hin und her auch ohne Regierungswechsel möglich war.

Doris


Wer mag darf sich über die "moderne, innovative Weltanschauung" des schulpolitischen Sprechers der CDU Fraktion, Hans -Jürgen Irmer, mal ein Bild machen!

Der Wetzlar Kurier (dessen Herausgeber Irmer ist!!!) hatte u.a. die Abschaffung des Individualrechts auf Asyl gefordert, bei Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) wurde "Schwachsinn" diagnostiziert und gegen den deutschen EU-Kommissar Günter Verheugen (SPD) eine Anklage wegen Hochverrats angeregt. Dem Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir verpasste ein Artikel des Anzeigenblattes den Beinamen Mohammed und Homosexuellen wurde eine therapeutische Behandlung empfohlen.

Allerdings kann ich diesen Äußerungen, wie auch seinen Ausführungen zur Schulpolitik, die ich in einigen Veranstaltungen mitbekommen habe, keinen Unterhaltungswert bescheinigen!

Aber Doris hat Recht: Bildung ist Ländersache und Schulpolitik ist Parteipolitik, damit werden Wahlen gewonnen! ....und je nach politischer Ausrichtung haben unsere Kinder die Konsequenzen zu (er)tragen!

Gruß

Ulrike


Hallo,

ergänzend: Frau Wolf hat vor allem auch die Mitbestimmungsrechte der Eltern eingeschränkt, dabei durchaus bekämpft vom Landeselternbeirat, der CDU dominiert ist.

In 15 Jahren als Elternvertreterin habe ich diverse Rahmen- und Lehrpläne vorbeirauschen sehen. An meiner Schule haben die Lehrer immer sehr viel Zeit darauf verwendet, in stundenlangen Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen diese Werke durchzuackern und in jeder Hinsicht zu wälzen.

Im Unterricht fand das allerdings niemals irgendeinen Niederschlag. Wie auch? Hier werden die Schulbücher durchgearbeitet und die kann man nicht ständig neu kaufen, also bleiben es immer die alten. Genauso wie die Klassenarbeiten, die Jahr um Jahr wieder aus dem Regal geholt und neu kopiert werden. Da sind schon echte Antiquitäten drunter.

In Hessen hatte die SPD versucht in Ansätzen Förderstufen und Gesamtschulen einzuführen. Zeitgleich tat das sehr viel durchgreifender in Niedersachsen die CDU. Da drängt sich schon der Eindruck auf, dass es nach Regierungswechsel eher darum geht, alles mal wieder umzustürzen als dass da echte Meinungsbilder dahintersteckten.

mfg Enja


Hallo,

meine Tochter besucht bis zum Sommer die Grundschule.Ich mache mir sehr viele Gedanken in welche Schule ich mein Kind anmelden soll.Etwas weiter weg gibt es eine Gesamtschule.Von einer Mutter habe ich gehört,dass diese Schule sehr gut
ist. Wer hat von Ihnen Kinder in einer Gesamtschule
und kann mir einen Rat geben? Eine andere Mutter hat
mir gesagt,dass es in Hessen ein neues Schulgesetz
gibt.Sie sagte mir auch dieses Schulgesetz sei vollkommen in Ordnung.Herr Holzapfel hätte in Hessen
damals auch nur Mist gemacht.
Entschuldigen sie bitte,aber ich habe mich mit der
ganzen Sache noch nicht beschäftigt.Was ist dieser
Elternbund für ein Verein?
Wir wohnen in Hessen und deshalb dachte ich hier kann ich die Fachleute fragen.

Vielen Dank
Waltraud


Hallo,

der Elternbund ist eine SPD-nahe Vereinigung. Das CDU-nahe Pendant ist der Elternverein. Der Elternbund empfiehlt zumeist die Gesamtschule. Der Elternverein das Gymnasium. Bei beiden Vereinen findet man sehr kompetente und engagierte Leute.

Zu Holzapfel-Zeiten gab es soviel Unterrichtsausfall, dass uns schier alles verging. Das hat sich jetzt verbessert. Das neue Schulgesetz finde ich jetzt im Schulalltag nicht so durchschlagend.

Die Elternrechte wurden zurückgeschraubt. Viele Eltern mögen das und halten Elternmitarbeit sowieso nur für überflüssigen Firlefanz. Es geht jetzt wieder stärker in die reglementierte Richtung. Der Übergang von der Realschule zum Gymnasium ist praktisch nicht mehr möglich, es sei denn, nach der mittleren Reife.

Wir bekommen eine Ganztagsschule ohne Mittagsbetreuung. Alles sehr nette Sachen.

mfg Enja


Hallo Enja

Du schreibst: ???Zu Holzapfel-Zeiten gab es soviel Unterrichtsausfall, dass uns schier alles verging. Das hat sich jetzt verbessert.? Das hatte sich vielleicht vorrübergehend verbessert, mittlerweile kann ich keinen Unterschied mehr erkennen. Und was nützt es, wenn ein Vertretungslehrer in die Klasse kommt, den Kindern mitteilt sie können machen was sie wollen, sie müssen nur ruhig sein, damit der Lehrer bei der Zeitungslektüre nicht gestört wird. Diese Art von Unterricht erfüllt seinen Zweck nicht!

Du schreibst: ???Das neue Schulgesetz finde ich jetzt im Schulalltag nicht so durchschlagend.? Ob bei der Schulformwahl der Elternwille zählt halte ich für ziemlich bedeutend. Und die Möglichkeit der Querversetzung sogar bis zum 7. Schuljahr wird dafür sorgen, dass besonders die pubertierenden Jungen noch schneller runtergestuft werden! Von der Realschule zur Oberstufe kommt man mit einem Notendurchschnitt von 2,75 in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und einer Naturwissenschaft. Wer naturwissenschaftlich begabt ist, hat häufig Schwächen in den Sprachen. Und wer dann noch eine andere Muttersprache als Deutsch hat, für den kann ein Übertritt trotz bester Noten im naturwissenschaftlichen Bereich unmöglich sein. Ich hatte gerade solch einen Fall. Ich habe einen Brief an Frau Wolff geschrieben, weil mich interessierte, ob es nicht doch eine pädagogische Lösung für diesen Schüler gäbe. Die lapidare Antwort aus dem Kultusministerium: Nein, eine pädagogische Lösung gibt es nicht mehr. Bei Notengrenzen ist halt irgendwo das Limit, der Schüler hat also schlicht Pech gehabt! Die große Kritik an der Schulreform der 70er Jahre war doch, dass die Pädagogik zu kurz kam und dass Ziffernnoten gar nicht in der Lage sind auszudrücken, was ein Schüler kann und was er nicht kann! Ausländerkinder werden im deutschen Schulsystem benachteiligt, das war ein wesentliches Ergebnis der PISA Studie.
Das neue Schulgesetz hat nun auch ganz offiziell pädagogische Erwägungen weitgehend aus den Schulen verbannt! Das bedeutet, dass Lehrer die keine Ahnung von pädagogischer Diagnostik haben, sich in Zukunft ganz auf ihr Bauchgefühl verlassen können und Eltern kaum mehr eine Möglichkeiten haben dagegen anzugehen! Selektionsverschärfung nach PISA kann nur eine Fehlentscheidung sein!

"Der nach Pisa am häufigsten gehörte Satz über finnische Schulen heißt:?Jeder gehört dazu. Wir können es uns nicht leisten, auch nur auf einen zu verzichten. Jeder wird gebraucht.? Das sagt Jukka Sarjala, bis 2003 Chef der finnischen Unterrichtsbehörde. Er kommt übrigens aus der konservativen Partei, aber das sei egal, weil es in Bildungsfragen Konsens gibt. Dass in Deutschland Bildung ein Hackbrett und keine Gemeinschaftsfeld ist, kann er nicht verstehen. Sein Unverständnis betrifft sowohl den latenten Religionskrieg in unserer Bildungspolitik, als auch den häufig gar nicht mehr latenten Kleinkrieg in den Schulen.? (Reinhard Kahl - Treibhäuser der Zukunft) Interessantes findet man bei Kahl auch zum Thema Niedersachsen und Orientierungsstufe: Hayo Matthiesen, der Ende der siebziger Jahre Mitarbeiter des niedersächsischen Kultusministers Werner Remmers (CDU) war, erinnert sich an einen denkwürdigen Abend in Celle. Dort wurde Remmers von Eltern mit Eiern beworfen und ausgebuht, und zwar von der eigenen Klientel. Grund: Der Kultusminister hatte nach dem Machtwechsel in Hannover die von der SPD eingerichteten Gesamtschulen nicht geschlossen und die Orientierungstufe in den Klassen fünf und sechs sogar ausgebaut. Für die Eltern waren solche Maßnahmen, die nach Sozialismus rochen, ein rotes Tuch. Politische Grenzgänger wie Remmers, die einen bildungspolitischen Frieden wollten, hatten keinen Chance. Der ausgebuhte CDU ? Minister stellt damals resigniert fest: ???Bildung wird bei uns zum Hackbrett gemacht.? Und auf diesem Hackbrett werden Haare gespalten und die größten Weltfragen weichgeklopft.?

Und auch dreißig Jahre später geht es mehr um politische Glaubensfragen, als darum welche wissenschaftlichen Erkenntnisse es gibt und welche ökonomischen Erfordernisse!

Doris



... Erstellt am 28.02.2005 - 22:37

Hallo alle,

ich muss ehrlich sagen, dass ich keiner Partei zutraue, vernünftige Bildungspolitik zu machen. M.E tappen alle ziemlich im Dunkeln. Eine Schule für alle bis Klasse 9 oder 10 (mein Sohn langweilt sich jetzt schon in der 4. Klasse) oder auch Ganztagsschulen (soll ich mein Kind noch mehr Stunden am Tag diesen unqualifizierten Lehrern überlassen?)kann nur zum Scheitern verurteilt sein, wenn nicht für eine Unterstützung der neurophysiologischen Entwicklung der Kinder in den Schulen Sorge getragen wird, bzw. der Unterricht so gestaltet wird, dass die kindliche Entwicklung berücksichtigt und gefördert wird. Bei weiterhin schlecht ausgebildeten Lehrern kann der Schuss nur nach hinten losgehen. Es wird überall von individueller Förderung gesprochen, nur was eigentlich darunter zu verstehen ist, habe ich noch nicht gelesen. Also Worthülse ohne Inhalt am grünen Tisch von Theoretikern ausgedacht, oder was?

Förderung kann nicht eine Art von Nachhilfe in der Schule sein, nach dem Motto "Lesen lernt man nur durch Lesen". Ich finde, Lehrer, die nicht wissen, dass die Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung große Auswirkungen auf Lernen und Verhalten haben kann, sollten einfach nicht mehr auf die Kinder losgelassen werden. Kenntnisse über Didaktik und Pädagogik reichen absolut nicht aus. Lehrer versuchen viel zu oft, Lern- und/oder Verhaltensauffälligkeiten mit pädagogischen Mitteln zu regeln, was oft völlig daneben ist. Viele der Lehrer, mit denen ich bisher an zwei Grundschulen zu tun hatte, sind nicht einmal in der Lage, ein gutes und ein schlechtes Selbstbewusstsein voneinander zu unterscheiden. Die Folgen sind doch nicht zu verantworten!

Wenn ich den Lehrern Infos über die Hintergründe für Lern- und/oder Verhaltensauffälligkeiten meines Sohnes gebe, gehen diese bei den Lehrern in das eine Ohr hinein und aus dem anderen wieder heraus.

Finnland hat zwar "eine Schule für alle bis Klasse 9", aber die allein bringt doch keine besseren Ergebnisse, sondern die individuelle, besonders auch die neurophysiologische Entwicklungsförderung, die finnische Kinder dort in den Schulen und auch schon vorher genießen, macht m.E. den Erfolg der Finnen aus.

Schöne Grüße
Erika

P.S. Siehe auch meinen letzten Beitrag unter "Auf dem Weg zu einer besseren Schule"

[Dieser Beitrag wurde am 01.03.2005 - 10:33 von Erika aktualisiert]
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Tosse



Anmeldedatum: 08.03.2011
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 09.03.2011, 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen! Möchte dieses Thema gerne nochmal aufgreifen, meine Kleine ist jetzt seit einem Jahr in der Schule und man macht sich ja schon Gedanken wie es später mal aussehen wird, wo sie hingehen und was sie schaffen kann. Ziemlich viele interessante Dinge wurden ja hier schon angesprochen, allerdings aus dem Jahr 2005, heute haben wir schon anderen Rahmenbedingungen, einigs hat sich verändert, anderes ist gleich geblieben (z.b. Bildungspolitik = Parteipolitik Wink ) Aber wie kann man nun das richtige für sein Kind tun? Und was wäre überhjaupt das richtige?
Transformieren
Gruß Manuel
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Wie wahr!^^
http://www.finanznachrichten.de/nac....tbeschaeftigungen-007.htm
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