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Mit IQ 140 an die Hauptschule

 
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 02.07.2006, 17:06    Titel: Mit IQ 140 an die Hauptschule Antworten mit Zitat

http://www.welt.de/data/2003/10/20/185315.html


Mit Intelligenzquotient von 140 an die Hauptschule
Lehrer machten den Berliner Schüler Max-Nikolaus Otto zum Sitzenbleiber. Heute studiert er in England

von Christa Beckmann

Max-Nikolaus Otto ist ein Schulversager. In Deutschland. Die neunte Klasse am Berliner Gymnasium hat er zweimal nicht geschafft. Auf seinem Abgangszeugnis wird ihm der Hauptschulabschluss attestiert. Heute, gut zwei Jahre später, studiert der 19-jährige Pharmakologie an der University of Hertfordshire in England. Im Mai dieses Jahres hat er sein Abitur in Schottland gemacht - auf einer Schule mit Hochbegabtenförderung. "In unserem Schulsystem", sagt seine Mutter, "wird man eher dafür bestraft, überdurchschnittlich begabt zu sein."

Schon in der Grundschule fällt den Lehrern auf, dass der Junge in vielen Fächern weiter ist als seine Klassenkameraden. Eigentlich könnte er eine Klasse überspringen, sind sich die Lehrer einig. Aber Max-Nikolaus ist ein sehr stilles Kind. Ein Junge, der sich eher zurückzieht als durchboxt. Deshalb kommen die Lehrer mit den Eltern überein, dass es besser sei, wenn Max Sonderaufgaben erhält und gleich nach der Klasse 4 auf das Gymnasium wechselt.

Doch dort beginnt sein Leidensweg. Schon nach wenigen Wochen eröffnet der Klassenlehrer den Eltern, dass Max nicht aufs Gymnasium gehöre: "Der sagt ja nichts." Schüler von sich aus aufzurufen, lehnt er ab. Und nicht nur das. "Wer bei mir nichts sagt, kann auch in den Aufsätzen nur eine Vier bekommen", hören die verdutzten Eltern. Eine Haltung, die nicht alle Kollegen teilen. Aber die fehlende mündliche Mitarbeit drückt auch in anderen Fächern die guten schriftlichen Noten.

Seinen Eltern vertraut der Junge an, dass ihn die ständigen Wiederholungen im Unterricht langweilen und dass es in der Klasse oft so laut ist, dass konzentriertes Arbeiten nicht möglich sei. "Damals habe ich noch meinem Sohn selbst ein Stück weit Vorwürfe gemacht", sagt Gabriele Otto. Die Mutter wendet sich an den schulpsychologischen Dienst, wo Max auf seine Eignung für das Gymnasium getestet wird. Das Kognitive sei nicht sein Problem, erfahren die Eltern. Wohl aber die ängstliche Zurückhaltung. Max bekommt Therapie - ohne Erfolg.

"Irgendwann in der neunten Klasse hat er dann ganz dicht gemacht", sagt Gabriele Otto. Max weigert sich, überhaupt noch etwas für die Schule zu tun. Gespräche der Eltern mit den Lehrern bleiben erfolglos. In der neunten Klasse bleibt er sitzen.

Die Ottos versuchen einen neuen Anlauf an einem anderen Gymnasium. Aber auch dort scheitert Max. Nicht versetzt, lautet die Beurteilung - und das bedeutet Abschied vom Gymnasium. Auf dem Abgangszeugnis vom Sommer 2001 stehen vier Fünfen und eine Sechs - gerade noch gut genug für den einfachen Hauptschulabschluss.

Doch die Ottos wollen das Pädagogenurteil nicht mehr unwidersprochen hinnehmen. Sie schalten einen Rechtsanwalt ein. Das Landesschulamt "überweist" Max zum neu gegründeten Berliner Schulpsychologischen Zentrum für Begabungsförderung, wo er noch einmal getestet wird. Ergebnis: Ein IQ von mehr als 140 und die Erkenntnis, "dass Max über einen längeren Zeitraum hinweg, mit dem Lernstoffangebot in mehreren Fächern stark unterfordert war und sich auch unverstanden fühlte. Zunehmend bildeten sich Selbstzweifel, eine geminderte Lernmotivation und Schulunlust heraus." Die Schule macht die Nichtversetzung dennoch nicht rückgängig.

Deshalb empfiehlt das Zentrum die Anmeldung an einem Internat mit Hochbegabtenförderung. Aber das gestaltet sich schwierig. Die entsprechenden Schulen in Deutschland nehmen nur Jugendliche auf, die bereits gute Schulleistungen mitbringen. So genannte "Minderleister" wie Max haben keine Chance. Die Beratungsstelle rät, den Jungen an der Cademuir International School in Schottland anzumelden, an der viele hochbegabte Schulversager aus Deutschland wieder Lust am Lernen finden.
Nach langem Hin und Her übernimmt das Jugendamt die Kosten für Schulausbildung, insgesamt etwa 22 000 Euro im Jahr. 350 Euro pro Monat müssen die Eltern für Kost und Logis dazu schießen. Etwa sieben hochintelligente Berliner Schüler lernen nach Auskunft von Hochbegabtenverbänden zurzeit auf Landeskosten im Ausland - um eine "seelische Behinderung" abzuwenden.

Für Max hat sich der schulische Umweg ins Ausland "doppelt und dreifach gelohnt". Davon ist Gabriele Otto überzeugt. Auf Grund von Testergebnissen hat er auf dem schottischen Internat gleich in der elften Klasse angefangen. Die Lerngruppen sind nicht größer als zehn Schüler. Seine Schweigsamkeit stört dort niemanden. Was zählt, sind die schriftlichen Leistungen. Vor allem seien die Lehrer an ihren Schülern interessiert, sagt Max: "Ich habe mich dort zum ersten Mal angenommen gefühlt."
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 02.07.2006, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit ich informiert bin, schliesst Cademuir Ende dieses Schuljahres.
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Petra Litzenburger



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Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 02.07.2006, 22:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tess,


hast du vielleicht nähere Informationen über die Schließung?



Liebe Grüsse

Petra
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 04.07.2006, 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ob es ernst ist, oder ob es sich nur um Gerüchte handelt, weiss ich allerdings nicht; nur dass seit längerer Zeit finanzielle Probleme bestehen.

http://cademuir.blue-metallic.de/in....?p=/php/main&lang=eng


http://www.legasthenie-zollernalb.de/leC2.htm


lg,

Tess
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