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Fremdsprachen

 
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Tinka



Anmeldedatum: 24.01.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 20.07.2006, 09:56    Titel: Fremdsprachen Antworten mit Zitat

wie wichtig sind Fremdsprachen wirklich?
Viele legasthene Menschen haben massive Probleme im Erlernen dieser, sie sind aber Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Besuch eines Gymnasiums.
Gab es nicht früher einmal die Schwerpunkt-Gymnasien?
Ich meine mich zu erinnern, dass es hier ein Fremdsprachen-Gymnasium und ein mathematisch/naturwissenschaftisches Gymnasium gab.

Werden so unsere Kinder nicht zu All-Roundern gemacht, die von allem etwas, aber kaum etwas ganz können?
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 20.07.2006, 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tinka,

das kommt vermutlich auf das Bundesland an.

In BW gibt es Klassen mit mathematisch/naturwissenschaftlichem Zug und sprachlichem Zug. Das bedeutet, dass für Klasse 8-9 (10?) die sprachlichen eine dritte Fremdsprache lernen und die anderen dafür mehr Naturwissenschaften haben. Aber in einem allgemeinbildenden Gymnasium kommt man nicht um 2 Fremdsprachen herum.

Am ehesten ist es auf beruflichen Gymnasien möglich. Meines Wissens hat man dort nur englisch, wenn man das möchte.


lg,

Tess
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 20.07.2006, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tinka,

du schreibst Legastheniker haben massive Probleme beim Erlernen von Fremdsprachen. Das möchte ich durch den Zusatz "in der Schule" ergänzen. 'Meine' Legastheniker zuhause sprechen fließend Englisch und auch etwas Spanisch. Ihre Sprachkenntnisse haben sie aber nicht in der Schule erworben, sondern durch Auslandsaufenthalte.

Vanselow und Dummer -Smoch haben sich in dem Buch "Die Vernachlässigung individueller Begabungsstrukturen im deutschen Schulsystem" damit befasst, dass im deutschen System die sprachlichen/ schriftsprachlichen Fähigkeiten überbewertet werden. "Dadurch wird all jenen der Schulerfolg erschwert, deren Stärken im bildhaft-simultanen Denken von Mathematik/Naturwissenschaften liegt - ein zweifelhaftes Ausleseprinzip in einem Zeitalter, in dem technologische Entwicklungen ganz wesentlich unser Leben bestimmen." http://emgs.de/forum-emgs/viewtopic.php?t=45

Ich halte Sprachen können für auch sehr wichtig in der heutigen Welt, aber die Art des Unterrichts ist zum Erlangen von Sprachkenntnissen nicht geeignet, auch wenn es durchaus einige sehr "schulsprachlernbegabte" Schüler gibt. Zu meiner Schulzeit hat man zwar auch nicht wirklich sprechen gelernt, aber immerhin bekam man gute grammatikalische Grundkenntnisse, auf die man gut und schnell aufbauen konnte. Aktuell hat die DESI Studie sich mit dem Sprachenunterricht (Deutsch und Englisch) in der Schule befasst.

Gymnasien mit naturwissesnchaftlichem Schwerpunkt in der Unterstufe gibt es nur ganz wenige, vor allem wohl in Baden-Württemberg.

Eigentlich sollten es auch Schulen geben, die sich im Schulprogramm ein naturwissenschftliches Schulprofil auch in der Unterstufe geben können - ich habe da aber nur die Hinweise für die Oberstufe entdeckt.

Nach meiner Auffassung brauchen wir uns, bei dem Unterricht wie er in den Schulen noch häufig üblich, weder wundern, dass es uns an Naturwissenschftlern fehlt, noch darüber, dass die Kinder eine gute Grundlage in den sprachlichen Fächern haben!

Doris
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 20.07.2006, 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, das Fremdsprachen schon Thema im Kindergarten sein sollten. Bei uns in Bayern, zumindest an den Schulen in unserer Region ist das Fach Englisch erst ab 5. Klasse Pflichtfach, zwar fangen die in der 3. Grundschulklasse mit Englisch an, Englisch bleibt aber dann auch in der 4. Klasse genauso spielerisch wie zuvor in der 3. Klasse.

Das bedeutet für viele Kinder, die nach der vierten Grundschulklasse eine höhere Schule wie Gym oder Realschule besuchen, in punkto Englisch der Sprung ins kalte Wasser. Mit dem eingeführten G 8 geht es dann ganz in die Vollen was Fremdsprache betrifft.
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Silke
vorübergehend gesperrter User


Anmeldedatum: 22.03.2006
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 21.07.2006, 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

auch unser Sohn ist Legastheniker und besucht die 8. Klasse eines Gymnasiums, die er leider wiederholen muss, da er jedes Jahr wieder mit den Fremdsprachen kämpft.
Die Legasthenie im Fach Deutsch hat er weitgehend im Griff, allerdings hat er Schwächen im Ausdruck, von daher sind die Noten in Deutsch bisher auch nicht besser als ausreichend.
Aufgrund der Legasthenie wurde ihm geraten als 2. Fremdsprache Latein zu wählen, was er dann auch tat, leider. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass diese Sprache ihm so schwer fällt, aber noch schlimmer ist, dass wir ihm nicht helfen können, da weder mein Mann, noch ich diese Sprache in der Schule hatten.
Die Stärken unseres Sohnes liegen eindeutig im naturwissenschaftlichen Bereich, aber da das einzige naturwissenschaftliche Fach unter den vier Kernfächern Mathematik ist, ist es für ihn sehr schwer eventuelle mangelhafte Noten in den sprachlichen Fächern auszugleichen.
So sehen wir uns jedes Jahr den gleichen Problemen gegenüber, nämlich zu versuchen bei den Lehrern etwas Verständnis für die Situation unseres Sohnes zu wecken, was meistens nicht gelingt.
Dieses Jahr wurde ihm die Nachprüfung in Latein angeboten, aber er geht davon aus, dass die Lehrerin ihn eh nicht durchkommen lassen will, also wird er das Angebot nicht annehmen.
Diese Einschätzung hat sich bestätigt; als mein Mann gestern mit der Lehrerin telefonierte, deutete diese an, dass sie nicht gewillt ist ihn in irgendeiner Weise zu unterstützen.

LG

Silke
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Zuletzt bearbeitet von Silke am 24.07.2006, 10:32, insgesamt einmal bearbeitet
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Marlene Mayer



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 271
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 21.07.2006, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silke,

ich habe auch einen Sohn der Legastheniker ist, bisher wurde ihm "nur" eine isolierte Rechtschreibschwäche bescheinigt, nun aber so die Psychiaterin und Schulpsychologin ist eine Legasthenie vorhanden.

Mein Sohn besucht nun nach den Ferien die 5. Klasse Hauptschule, er würde dem Druck am Gymnasium oder Realschule nicht standhalten, selbst dann nicht, wenn die Noten passen würden.
Mir wurde gesagt, dass die Noten in den Fremdsprachen, bei meinem Sohn trifft nur Englisch zu, mündlich 1:1 gwertet werden zu den schriftlichen Arbeiten.

Allerdings fände ich gut, wenn schon gegliederte Schulsysteme sein müssen, sollte es auch Gymnasien ohne Verpflichtung zur Fremdsprache geben, oder eben diese für Legastheniker aus der Benotung zu nehmen. Alles andere ist und bleibt eine Strapaze und dieses "Handicap" überträgt sich meiner Meinung auch auf die anderen Fächer, denn die Kinder fühlen sich automatisch als Versager, sie werden auch ständig damit konfrontiert.

Liebe Grüße

Marlene
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