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Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht -> Probleme bei Hochbegabung
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Sabine Hartmann



Anmeldedatum: 02.02.2006
Beiträge: 68
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 09.08.2006, 17:53    Titel: Suchanfrage! Antworten mit Zitat

Wir suchen Eltern bundesweit, deren hochbegabte Kinder keine Forderung erfahren und die wegen der Unterforderung die Klassen wiederholen müssen oder die wegen der schlechten Noten die Schule verlassen müssen.

Bitte melden unter info@intellegimus.de

Sabine Hartmann
www.intellegimus.de
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 10.08.2006, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

was ist denn die Idee hinter dem Aufruf?


lg,

Tess
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Sabine Hartmann



Anmeldedatum: 02.02.2006
Beiträge: 68
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Wir gehen jetzt an die Presse. Wir wollen bundesweit auf den Missstand in Bezug auf die Nichtförderung von Hochbegabten hinweisen.

In unserer Gruppe haben wir jetzt einen krassen Fall, dass zwei Kinder das Gym wegen schlechter Noten verlassen müssen. Das psychologische Gutachten, in dem steht, dass die Kinder dringend Förderung/Forderung brauchen, wird von der Schule ignoriert. Man beruft sich auf sein pädagogisches Fachwissen, um zu beurteilen, dass diese Kinder nicht auf das Gymnasium gehören. Crying or Very sad

Eine Mutter hat sich jetzt bei uns gemeldet, deren Sohn in Schottland auf dem Internat für Hochbegabte war. Sie kann dieses leider nicht mehr bezahlen. Hier muss ihr Sohn jetzt auf die Hauptschule gehen!

Dann hier noch folgende Info:

Zitat:
Frau Billhardt von der Hochbegabtenförderung e.V. kommt am 22.9.2006 nach Kaufbeuren in die Volkshochschule von 18.30 - 21.30 Uhr.

Am 23.9 steht Fr. Billhardt allen Interessenten von 10.00-14.00 Uhr für kostenlose Beratungsgespräche zur Verfügung. Anmeldung unter 08341/8399 (Volkshochschule)

Frau Billhardt sucht auch dringend Fälle aus Bayern, die HB sind und keine Fördermöglichkeiten haben oder ausgegrenzt sind. Erforderlich sind dazu ein IQ-Test sowie ein kurzer Lebenslauf des Kindes.

Mehr Infos dazu auf unserer Homepage www.intellegimus.de, auf der sie auch die Termine unserer regelmäßigen Treffen finden.

Erfreulicherweise können wir mitteilen, dass wir auch mit www.emgs.de , Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen intensiv zusammenarbeiten. Die emgs kennen Sie vielleicht auch schon aus einer der letzten Ausgaben von Focus Schule.

Des Weiteren haben Focus Schule, stern TV, Süddeutsche Zeitung und die Augsburger- Allgemeine Interesse an dem ?Dilemma? der Nichtforderung von Hochbegabten und unserer Arbeit dazu von Intellegimus gezeigt.

Wer gerne seine Erfahrungen in Bezug auf Nichtforderung dazu beitragen möchte, auch anonym, kann sich gerne an Intellegimus per eMail wenden.



Jutta Billhardt will dann mit den betroffenen Eltern vor das Kultusministerium ziehen. Wenn ich sie richtig verstanden habe, eine Demonstration veranstalten. Das würde mir gefallen. Twisted Evil

Sabine Hartmann
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 11.08.2006, 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sabine,

dann wünsche ich viel Erfolg und viel Ausdauer.

Mein Sohn musste auch mal eine Klasse wiederholen, allerdings weniger wegen Nicht-Förderung als wegen Nicht-Lernens.

An die Presse wenden würde ich mich deswegen jetzt nicht. Auch er wäre von der Schule abgegangen ohne Abschluss, wenn er sich selber nicht zusammengerissen hätte und begonnen hätte zu ackern. Von Förderung war auch nichts zu spüren. Die mussten wir Eltern in pädagogischer Knocharbeit leisten.

Allerdings ist jeder Fall anders. Manche Kinder passen halt dermassen nicht in dieses Schulsystem, dass wohl alles Üben nichts nützt.

Ich hoffe, dass man für die betreffenden Kinder eine zufriedenstellende Lösung finden kann.


lg,

Tess
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 12.08.2006, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tess,

Zitat:
Manche Kinder passen halt dermassen nicht in dieses Schulsystem, dass wohl alles Üben nichts nützt.

Was macht denn deine Kinder so unpassend für das System?

Wenn ich mich so in meinem internationalen Bekannten- und Freundeskreis umblicke, dann handelt es sich häufig um durchaus begabte Kinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die vor allem nicht in das deutsche System passen. Bevor sie nach Deutschland kamen, hat niemand an ihren Fähigkeiten gezweifelt und nachdem sie Deutschland verlassen haben, auch nicht mehr!

Ja klar, auch sie waren in der Pubertät typischerweise relativ unmotiviert und auch faul. Aber nur in Deutschland macht dieses normale Verhalten Schüler ungeeignet für das System!

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 13.08.2006, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

meine Kinder sind ja nicht soo unpassend. Mit zeitraubender pädagogischer Knochenarbeit ist es ja zu schaffen. Aber bei anderen bringt der gleiche Aufwand leider nichts. Nehme ich auf jeden Fall an.

Den Gegensatz vom deutschen zu ausländischen Schulsystemen kann ich so nicht bestätigen. Ich kenne zu wenige. Was das englische System betrifft, sehe ich das nicht mehr so durchwegs positiv wie früher. Der Sohn einer Freundin ist jetzt mit der Schule fertig geworden, er ist sehr kreativ begabt, aber leider nicht sehr fleissig. Sie wurden zwar nie mit so Schikanen wie Klassenwiederholungen konfrontiert und es herrschte ein recht vertrauensvolles Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus mit sehr regelmässigen Berichten. Es ging also immer irgendwie weiter, dafür ist sein Abschluss jetzt halt mittelprächtig und gibt nicht mehr her, als ein Fachabi in Deutschland. Da ist so ein Abitur eben schon eine runde Sache. Vielleicht kann man nicht gleich jedes beliebige Fach studieren, aber die Möglichkeiten sind doch recht gross, auch wenn die Noten nicht so supergut sind.

Es ist halt die Frage, wie man sich das vorstellt.

Das System von heute auf morgen auf den Kopf stellen geht nicht, also muss man Lösungen innerhalb des Systemes finden.

Aber wie sollen die aussehen? Man kann schlecht alle hochbegabten Schüler aus Prinzip immer versetzen und ihnen dann ein Abi überreichen, wenn ihre Leistungen weit zurückliegen.

Individuelle Lösungen müsste man finden, bevor hochbegabte auf eine Haupschule gehen müssen oder gar ohne Schulabschluss dastehen.


lg,

Tess
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Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 14.08.2006, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tess,

du schreibst über den Sohn deiner Freundin "er ist sehr kreativ begabt, aber leider nicht sehr fleissig". Ein nicht untypischer Fall für einen Jungen, wie ich finde. Immerhin hat er einen Abschluss, der einem Fachabi gleichkommt und der ihm doch einige Wege öffnet. Und bis man in Deutschland manche Kinder so weit hat - das kann Nerven kosten und Zeit und Geld!

Es sind ja hier nicht 'nur' Klassenwiederholungen, sondern auch das nicht Zulassen für eine Schulform oder auch Verlassen müssen der Schulform, dass die Kinder ausgrenzt.

Zitat:
Tess: Aber wie sollen die aussehen? Man kann schlecht alle hochbegabten Schüler aus Prinzip immer versetzen und ihnen dann ein Abi überreichen, wenn ihre Leistungen weit zurückliegen.

Da ist die Frage, ob die Leistungen wirklich so weit zurückliegen, nur weil ein Schüler innerhalb seiner Lerngruppe auf Rang 'fünf' liegt - nichts anderes sagt die Note 'fünf' aus- muss das noch lange nicht heißen, dass es ihm an ausreichendem Wissen fehlt. Er könnte in der Parallellklasse damit sogar auf Rang 'eins' liegen. Dass diese Ungenauigkeit bei der Zensurengebung (in diesem Thread hatte ich mich mit dem Thema befasst: http://emgs.de/forum-emgs/viewtopic.php?t=384) für Schüler in Deutschland solche weitreichenden Konsequenzen haben kann, finde ich ist ein Skandal! Es sollte doch vor allem auch die Aufgabe der Lehrer sein zu verhindern, dass manche Kinder, aus welchen Gründen auch immer in einen Rückstand geraten. Und gerade bei hochbegabten sollte das nicht schwer sein, wenn man die Bedingung kennt, unter der diese Kinder viel leisten können. Im lahmen Klassengleichschritt gelingt das allerdings häufig nicht!

Bei uns sind notenmäßig doch die Schüler im Vorteil, die auswendig lernen und das Auswendiggelernte im Test 'vorschriftsmäßig' wiedergeben. Reinhard Kahl nennt das 'Wissensbulimie'. Ob das Gelernte verstanden wurde und später angewendet werden kann, spielt dabei keine Rolle!

Manfred Spitzer ist als Hirnforscher der Meinung, dass eigentlich erst ein halbes Jahr später geprüft werden sollte, welcher 'Stoff' im Langzeitgedächtnis hängengeblieben ist. Und er ist sich sicher, dass viele Lehrer ensetzt wären, wenn sie erfahren würden, wie wenig 'Stoff' das nach einer Lerneinheit wirklich ist! Darüber sagen die Noten nämlich gar nichts aus!

Doris
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Tess



Anmeldedatum: 16.03.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 15.08.2006, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,

Doris Carnap hat Folgendes geschrieben:
Und bis man in Deutschland manche Kinder so weit hat - das kann Nerven kosten und Zeit und Geld!


nun, Geld hat das in dem Fall unvorstellbar viel gekostet. Auf jeden Fall deutlich mehr als das Schulgeld für eine Schule wie zB das Kurpfalzinternat. Und Nerven sicher auch. Wink

Aber ich weiss woran du in dem Zusammenhang denkst. Es stand eben nie zur Diskussion, dass es zu KEINEM Abschluss kommen kann, was hier (wenn man das nötige Kleingeld für eine staatlich genehmigte Schule nicht aufbringen kann) durchaus der Fall sein kann. Abgesehen von den psychischen Folgen die dauernder Misserfolg haben kann.

Zitat:
Da ist die Frage, ob die Leistungen wirklich so weit zurückliegen, nur weil ein Schüler innerhalb seiner Lerngruppe auf Rang 'fünf' liegt - nichts anderes sagt die Note 'fünf' aus- muss das noch lange nicht heißen, dass es ihm an ausreichendem Wissen fehlt. Er könnte in der Parallellklasse damit sogar auf Rang 'eins' liegen.


Sicher, das kann natürlich sein. Aber leider ist es oft so, dass diese Kinder auch bei anderen Lehrern mit ganz anderen Methoden schlechte Leistungen zeigen, weil ihnen die Grundlagen (zB in Fremdsprachen grundlegende Kenntnisse der Grammatik und Vokabeln) aber auch Arbeitsrechniken mit dem nötigen Durchhaltevermögen schlicht und einfach fehlen.

Mag sein, dass sie bei einem anderen Lehrer, in einer anderen Klasse an der Spitze sein würden, wenn sie im Stoff up to date wären.

Über die Ungenauigkeit der Zensurengebung regen sich fast alle Eltern von Schulkindern pausenlos auf. Ich finde es auch tragisch, was sie für Auswirkungen auf die Zukunft eines jungen Menschen haben können, wenn man weiss, wie zufällig sie manchmal zustande kommen. Da können vermutlich alle ihre, leider wahren, Anektoten beisteuern.

Zitat:
Bei uns sind notenmäßig doch die Schüler im Vorteil, die auswendig lernen und das Auswendiggelernte im Test 'vorschriftsmäßig' wiedergeben.


Eindeutig, und es hängt auch sehr viel von der Organisation ab. Wenn ältere Geschwister da sind, mit den gleichen Lehrern oder wenn man alte Arbeiten der betreffenden Lehrer organisieren kann, kann man den Schulerfolg schon massiv beeinflussen.


Nur was ist die Lösung?
Wenn es denn so einfach wäre, den Hochbegabten den Stoff beizubringen, indem man einfach schneller und tiefer arbeitet, drängt sich die Frage auf, warum macht man das denn nicht zu Hause? Wenigstens zwischendurch, wenn es notenmässig überhaupt nicht geht?

Ich bin gespannt, was Frau Billhardt konkret vorschlägt,


lg,

Tess
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