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Ungerechtigkeit in der Grundschule

 
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BonaDea



Anmeldedatum: 16.08.2012
Beiträge: 1
Bundesland: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 23.08.2012, 20:33    Titel: Ungerechtigkeit in der Grundschule Antworten mit Zitat

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe mein Thema ist hier richtig, falls nicht, bitte ich um Verzeihung.

Eigentlich geht es hier ja um Mobbing und Gewalt an der Schule. Ich bin mit dem Wort Mobbing vorsichtig, zumindest was unsere Situation angeht.

Ich versuche nun mal zu schreiben, wie es uns bzw. in erster Linie unserem Sohn ergangen ist. Falls ich zu emotional werde, bitte ich ebenfalls um Entschuldigung, versuche aber soweit es geht sachlich zu bleiben.

Vielleicht erstmal ein paar Infos. Wir wohnen in Niedersachsen, haben 4 Kinder im Alter von 1 bis 13 Jahre. Sind eine ganz normale Familie. Mein Sohn, den die ganze Sache betrifft, ist 9 Jahre alt, der Zweitgeborene der Rasselbande und kommt jetzt in die 3. Klasse.

Angefangen hat es bei ihm schon im Kindergarten. Die Erzieher meinten er hätte ADHS, weil er nicht richtig zu hört, nicht still sitzen kann usw. Wir sind daraufhin zu einer Psychologin gegangen, die ihn untersucht hat. Wir haben ihn nie als auffällig empfunden, aber wir Eltern sind bei sowas ja auch immer emotional involviert. Die Psychologin hat ihn als unauffällig erklärt, meinte nur, dass er charakterlich ein liebevoller Chaot ist. Er ist auch hyperflexibel und wirkt dadurch sehr schlaksig und manchmal etwas unbeholfen. Sie meinte ebenfalls, dass er sehr sensibel und total sozial eingestellt ist. Damals war er 5,5 Jahre alt. Wir sollten uns keine Sorgen machen, war ihre Aussage.

Die Einschulung kam. Er wurde erst mit 7 eingeschult, weil er wenige Tage nach dem damaligen Stichtag geboren war und hier keine Kinder vorzeitig eingeschult werden.

Den ersten Anruf der Schule bzw. der Lehrkraft bekamen wir etwa 3 Monate nach der Einschulung, mit der Bitte um ein Gespräch. Wir hin und uns wurde erzählt, dass unser Sohn permanent den Unterricht stört, in dem er dazwischen redet, faxen macht usw. Die Lehrkraft meinte, dass er häufig vor dem Klassenraum vor der Tür stehen muss, weil das so ja nicht geht. Die erste Frage war anschließend, wie das denn angehen könnte und ob er nicht ADHS hat. Das konnte wir ja nun verneinen, weil wir ja auch mehrfach bei der Psychologin waren und nicht nur einmal. Antwort: Das kann ja nicht angehen, also normal wäre das nicht und den ganzen Berufsjahren hätte man ja nicht solch einen schlimmen Schüler gehabt. Diesen Satz haben wir bei jedem Gespräch zu hören bekommen. Fazit: Es wurde erstmal weitergemacht wie bisher, weil die Lehrkraft sich offensichtlich nicht anders zu helfen wusste, wir auch nicht. Unser Sohn hat die 1,5 Schuljahre gefühlt mehr Zeit auf dem Flur vor dem Klassenraum verbracht als im. Da er sehr ehrlich ist und gleich erzählt, wenn was in der Schule war, gehe ich davon aus, dass das wahr ist. Es wurde auch von den Eltern bestätigt, die ihn sehr oft gesehen haben, auf dem Flur.

Na ja immer wieder gab es Anrufe, er störe den Unterricht, würde nicht machen, was man ihm sagt usw. Wir haben immer wieder mit ihm gesprochen, was man denn so als Eltern tut. Die Lehrkräfte wurden dann immer massiver. Er wäre ja total verhaltensauffällig und das ist nicht normal und noch ist das Kind nicht in den Brunnen gefallen. Was soll denn aus dem mal werden, war die Aussage einer Lehrkraft. Es wurde auch gesagt, dass es hoffentlich mit ihm nicht noch schlimmer wird, wenn das Baby da ist.

Die Zeugnisse waren unverschämt, in jedem zweiten Satz stand, dass er verhaltensauffällig ist und das er alle "terrorisiert" und keiner ihn mag und er ständig Streit mit anderen Kindern hat. (Meiner Meinung nach sind Kinder nicht beliebt, die andere ständig ärgern, sie schlagen sollen usw., aber die Kinder haben ihn immer gegrüßt, mit ihm gespielt und gesprochen, so als wenn es ein ganz normales Kinderverhältnis ist).

Nachdem dann schon 3 Lehrkräfte bei uns angerufen haben und meinten er ist so auffällig und die Klassenlehrkraft schon mich ständig fragte: Was soll ich mit ihm bloß machen? Haben wir uns nach Rücksprache mit einem Bekannten von uns, der Schulleiter ist, dazu entschieden, wieder die Psychologin aufzusuchen. Diese hatte nun gewechselt, weil die Vorgängerin nicht mehr da war. Wir haben ihr die Problematik geschildert und nach einigen Gesprächen mit uns und unserem Sohn, kam sie zum gleichen Ergebnis wie ihre Vorgängerin. Seine Leistungen sind mit die Klassenbesten(was die Psychologin nach Schilderung der Probleme in der Schule verwundert hat), da sind wohl 3 "gleichstarke" in der Klasse. Er ist super im Rechnen und im Zeugnis steht immer wieder, dass er ein sehr großes Allgemeinwissen hat, was er auch anzuwenden weiß. Er sagt immer wieder, dass ihm langweilig ist im Unterricht. Wir hatten da schon besprochen, dass er dann vielleicht ein Extra-Arbeitsblatt bekommt, das klappt auch, aber wenn er dann 7 mal oder noch öfter den gleichen Zettel gerechnet hat, fordert ihn das auch nicht mehr.

Wir haben das Ergebnis der Psychologin der Lehrkraft mitgeteilt, die sichtlich nicht erfreut darüber war. Wir haben mit ihm zu Hause diese Probleme nicht und können sein angebliches Verhalten in der Schule daher nicht nachvollziehen.

Er gibt Schulbrot ab, wenn jemand keins hat, teilt sein Material, teilt sogar seine Hausschuhe mit jemanden, wenn er gerade zwei Paar hat, weil er gerade Neue bekommen hat usw. - Aussagen der Lehrkraft -.

Aber anders herum soll er Mädchen auf dem Schulhof schlagen. Wir haben unsere Kinder dazu erzogen, dass Gewalt keine Lösung ist und das man sich verbal wehren soll. Er war nun in der Zwickmühle und musste sich zwei Mal von einem Mädchen hauen lassen. Das erste Mal hat er sich nachdem sie mehrfach getreten und gekniffen hat, gewehrt. Beim zweiten Mal durfte er sich ja nicht mehr wehren, dass wurde ja verboten, da wollte er sie in ein Raum schubsen/schieben um sie "los zu werden", aber ohne den Raum verschließen zu wollen. Es wurde dann der Lehrkraft erzählt von dem Mädchen und er wurde daraufhin auf die Aussage des Kindes hin bestraft. Musste in der Schule bleiben und nachsitzen. Wie das immer so ist, wurde bei der ganzen Geschichte aber nur die halbe Wahrheit erzählt, so dass mich eine Mutter anrief und meinte, dass das ja wohl nicht geht, dass immer er bestraft wird und die anderen nicht. Unser Sohn sagt schon immer, wenn die Lehrkraft anruft und wir wieder mit ihm sprechen, dass er machen kann, was er will und das nie richtig ist und er weiß ganz genau, wann er Unsinn angestellt hat.

Bitte verzeiht mir, wenn ich das alles so kurz wie möglich schreibe und es manchmal vielleicht auch etwas harmlos aussieht, aber die ganze Oddysee ist schon sehr lang und ich möchte euch nicht überstrapazieren.

Wir haben uns dann beraten mit dem Bekannten und der Pyschologin und haben einen Schulwechsel beantragt. Haben das Gespräch mit dem Schulleiter gesucht, dieser wusste angeblich überhaupt gar nichts. Weder, dass wir mehrfach angerufen worden, noch das er so schlimm sein soll. Er konnte sich das alles nicht erklären. Er meinte, dass man alles offen diskutieren muss und das ja kein Härtefall sei usw. Wir haben ihm dann erzählt, dass es nicht mal möglich ist, unseren Sohn einfach mal zu loben. Er hat ein Diktat mit 0 Fehler geschrieben, mit einer anständig lesbaren Handschrift und es wurde nicht mit "Toll, Super" oder ähnliches gelobt. Nein, es stand drunter, dass seine Schrift in Ordnung sei. Das konnte der Schulleiter nicht mehr weg diskutieren. Er sprach auch immer davon, dass unser Sohn andere Kinder belästigen würde. Er wäre in dem einen Fall hinter dem Mädchen hinterherlaufen und hätte mehrmals gesagt, dass sie doch niedlich und süß ist, obwohl sie gesagt hat, dass sie das nicht möchte. (Früher hat man da necken zu gesagt, aber das ist heute wohl nicht mehr so)

Na ja Ende des ganzen war, dass unser Sohn ja so wichtig für die Klasse wäre, da er ja ein Leistungsträger ist und einer der vier entscheidenden Personen ist, der die Klasse leitet und sozial ein Vorbild ist. Also fast das Gegenteil von dem, was seine Lehrkraft immer erzählt hat. Er wäre halt "nur" vorlaut.

Der Antrag auf Schulwechsel wurde abgelehnt mit der Begründung, dass wir dafür Sorge tragen müssten, dass er sich in der Schule benimmt und sich sein Verhalten in einer anderen Schule nicht ändern würde.

Jetzt stehen wir da.

Ich hoffe ihr konntet mir ansatzweise folgen. Wie ich eingangs schon schrieb, ist das natürlich nichts dagegen, was andere hier erlebt haben, aber wir finden, dass die Lehrkräfte hier nicht richtig handeln. Wir machen und tun ja und wollen ja auch mit ihnen zusammenarbeiten und haben ihn ja untersuchen lassen, aber es ist nichts richtig. Die haben sich auch richtig auf ihn versteift, alles was nicht passt, liegt nur an ihm, bzw. an unserem Zuhause. (Zitat: Kinder aus Großfamilien sind häufig verhaltensauffällig)

Ich danke euch fürs Lesen.

Lieben Gruß

BonaDea
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