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Schüler an Kleiderhaken gehängt?

 
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 08:32    Titel: Schüler an Kleiderhaken gehängt? Antworten mit Zitat

http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/06/607480.html

Schüler an Kleiderhaken gehängt? Sportlehrerin muss sich vor Gericht verantworten
Von Ralf Nehmzow

Schwere Vorwürfe gegen eine Sportlehrerin der Peter-Petersen-Gesamtschule in Wellingsbüttel: Helga Z. (54) muss sich am 19. September 2006 vor dem Amtsgericht Barmbek wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gestern.


Der Fall ist brisant: Die Sportlehrerin soll im September 2005 zwei Schüler (elf und zwölf) einer sechsten Klasse zunächst in die Umkleidekabine geschubst und dann kurze Zeit mit Bändern an einer Garderobenleiste an Haken gehängt haben - dabei sollen die Bänder, an denen sie baumelten, unter den Achseln geschmerzt haben, die Zehenspitzen berührten gerade den Boden, so der Vorwurf. Hintergrund: Die Kinder hatten zuvor offenbar mit "Textilbändern" beim Sport herumgealbert, mit denen sie ihre Mannschaften kennzeichneten. Darüber hatte sich den Ermittlungen zufolge die Pädagogin geärgert.

Die Schule steht voll hinter der Lehrerin Helga Z., die seit 25 Jahren an der Schule unterrichtet,einen tadellosen Ruf genießt. Schulleiterin Ute Pape, die frühere SPD-Schulsenatorin, setzte sich in einem offenen Brief für Helga Z. ein, auch die Kollegen stehen hinter Frau Z. Sonderbar ist, dass die Eltern der Kinder den Vorfall erst knapp sechs Monate später der Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt gaben.

Vorwürfe, dass die Lehrerin von Eltern gemobbt wurde, machten die Runde: Nach Abendblatt-Informationen sollen die Kinder mehrfach negativ aufgefallen sein, weil sie unter anderem zu spät zum Unterricht erschienen. Dies hatte Lehrerin Helga Z. den Eltern, die aus gutbürgerlichen Kreisen stammen, mitgeteilt.

Schulbehörden-Sprecher Alexander Luckow: "Die Lehrerin ist nicht suspendiert und wird es auch nicht."

erschienen am 6. September 2006


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Momo86
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BeitragVerfasst am: 06.09.2006, 08:57    Titel: Antworten mit Zitat

www.spiegel.de

BIZARRER PROZESS

Lehrerin soll Schüler an Kleiderhaken aufgehängt haben

Weil sich zwei Hamburger Schüler im Sportunterricht gegenseitig fesselten, soll eine entnervte Lehrerin die Sechstklässler an die Garderobe gehängt haben. Die Eltern verklagten sie - bald muss sich die Pädagogin vor Gericht verantworten.


Hamburg - Einer Sportlehrerin wird vorgeworfen, dass sie zwei Schüler mit einem Band unter den Armen an Haken des Umkleideraums gehängt habe. Die Pädagogin müsse sich daher nun wegen Freiheitsberaubung und Körperverletzung im Amt vor Gericht verantworten, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg am Dienstag mit. Er bestätigte damit einen Bericht der "Hamburger Morgenpost".

Der Zeitung zufolge ereignete sich der Fall bereits im September 2005 in einer Hamburger Gesamtschule. Bei der Pädagogin handelt es sich demnach um eine 55 Jahre alte Sportlehrerin. Laut Staatsanwaltschaft soll sie die elf und zwölf Jahre alten Schüler, die sich aus Spaß mit einem Band an der Hüfte zusammengebunden hatten, an eine Garderobenleiste gehängt haben.

Nach kurzer Zeit habe sie beiden wieder herunter geholfen, erklärte der Sprecher. Die Kinder hätten Schmerzen erlitten, aber keine Schäden davon getragen. Etwa eine Minute lang baumelten die Schüler laut "Hamburger Morgenpost" vom Kleiderhaken, nur ihre Zehenspitzen berührten den Boden. Der Zeitung erklärte die Sportlehrerin, sie sei Opfer einer "ekelhaften Mobbing-Affäre".

Nach Angaben eines Sprechers der Hamburger Schulbehörde wurde die Lehrerin nicht suspendiert und unterrichtet weiter. Die Eltern der Kinder verklagten die Sportlehrerin im April dieses Jahres. Der Beginn der Hauptverhandlung ist auf den 19. September am Amtsgericht Barmbek angesetzt.

cpa/ap
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 10.09.2006, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Zitat:
"Der Zeitung erklärte die Sportlehrerin, sie sei Opfer einer "ekelhaften Mobbing-Affäre."

Die Lehrerin fühlt sich durch die Eltern gemobbt und vergreift sich dann an den Schülern? Und jetzt sollen wir alle Verständnis für die Arme haben?

Das Thema "Eltern mobben Lehrer" höre ich immer wieder, wenn Eltern gegen eine unfähige Lehrkraft vorgehen. Ich halte das für eine wirkliche Schwäche im System, dass Eltern bei Fehlverhalten der Lehrer aktiv werden müssen, weil es keine andere kontrolllierende Instanz gibt!

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 20.09.2006, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/20/614329.html

Schüler am Haken? Lehrerin freigesprochen
Prozess: Pädagogin Helga Z. war wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Die Angeklagte soll im September 2005 zwei Schüler für kurze Zeit an einen Kleiderhaken gehängt haben. Zu viele Zweifel am Sachverhalt, sagt der Richter.
Von Ralf Nehmzow


Die Peter-Petersen-Gesamtschule in Wellingsbüttel. Foto: LAIBLE


Die Pädagogin huscht in den Gerichtssaal, vorbei am Pulk der Medienvertreter, Lehrer und Eltern, die zuhauf ins Amtsgericht Barmbek zum Prozess gekommen sind. Verhandelt werden Vorwürfe, die die Gemüter bewegen: Helga Z. (55), Sportlehrerin an der Peter-Petersen-Gesamtschule in Wellingsbüttel, soll im September 2005 in einer Sportstunde zwei Schüler (damals elf und zwölf Jahre alt) in einem Umkleideraum für kurze Zeit mit einem Band an einem Kleiderhaken aufgehängt haben.

Gefährliche Körperverletzung im Amt, Freiheitsberaubung, lautete die Anklage. Das Urteil des Amtsgerichts: Freispruch, nach dem Grundsatz, im Zweifel für den Angeklagten. Damit folgt der Amtsrichter dem Verteidiger. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Freiheitsberaubung eine Geldstrafe auf Bewährung von 4500 Euro gefordert, die Körperverletzung aber verneint: Zwar habe die Angeklagte die Kinder an den Haken gehängt, aber dieses Fehlverhalten habe nicht die Schwelle zur Körperverletzung überschritten, so der Ankläger. Es blieben letztlich zu viele Zweifel, um die Lehrerin zu verurteilen, befindet indes der Richter.

Lehrer, Eltern und Schüler scharen sich am Morgen vor dem winzig kleinen Saal im Amtsgericht Barmbek - auch Schuldirektorin Ute Pape, einst SPD-Schulsenatorin. Nur rund 20 Zuschauer passen in den Saal. Einige müssen draußen bleiben.

Es ist ein brisanter, undurchsichtiger Fall, in dem Aussage gegen Aussage steht. Ein Fall, hinter dem - glaubt man der Angeklagten - ein Mobbingkrieg tobt. Zwischen einigen Eltern und der Lehrerin. Sie bestreitet die Anklage: "Ich habe noch nie irgendeine Art von Gewalt gegen Kinder ausgeübt", sagt die Pädagogin, selbst Mutter von vier Kindern. Sie genießt einen tadellosen Ruf, ist seit 20 Jahren Lehrerin an der Schule, seit fast 30 Jahren im Job.

Die Situation sei ganz harmlos, undramatisch gewesen, sagt die Angeklagte. Ihre sechste Klasse, mit der sie gut zurechtkomme, hatte damals Sportstunde. Die beiden Kinder hätten herumgealbert, herumgehüpft, gegrinst. Und sich zusammen ein Textilband umgebunden. Mit solchen Bändern kennzeichneten sie bei den Spielen ihre Mannschaftten. Sie habe die Kinder ermahnt und am Band in den Umkleideraum geführt. "Ich war nicht zornig." Sie habe dort den beiden im Spaß gesagt: Dann könne sie sie ja gleich am Kleiderhaken festmachen - mehr sei nicht geschehen, "das war es", sagt die Anklagte mit ruhiger Stimme.

Die beiden Kinder sagen aus - für ihr Alter sehr sachlich, klar, ohne Übertreibungstendenz. Sie bestätigen die Anklage im Kern. Einer der Schüler, heute zwölf Jahre, sagt: Sie hätten mit dem Band gespielt, die Lehrerin habe sie ausgeschimpft. "Sie hat uns dann in den Umkleideraum reingezogen und uns am Band an den Kleiderhaken gehängt. Es tat weh, unter den Achseln, aber nicht besonders." Und: "Wir haben ihr gesagt, dass wir das nicht wollen, dass sie es nicht machen soll." Wenig später habe sie ihnen heruntergeholfen. Der Richter: "Warum habt ihr das erst sechs Monate später gemeldet?" Der Junge: Man habe es nicht für so wichtig gehalten, es sei ihm auch peinlich gewesen. Der andere Junge, jetzt 13 Jahre, bestätigt im Kern auch die Anklage: "Ich habe mich auf Zehenspitzen hochgedrückt, um Luft zu bekommen."

Die Lehrerin schüttelt ungläubig den Kopf. Sie macht eine Intrige von Eltern für die Strafanzeige verantwortlich. Auf einer Versammlung habe ein Vater gesagt: Frau Z. müsse weg, man solle sie "absägen". Strittig bleiben viele Punkte, so der Richter: etwa die Frage, ob der Unterricht damals in der neuen oder der alten Turnhalle der Schule war. In der einen gibt es Bänke mit Haken, in der anderen nur Haken an der Wand. "Es gibt zu viele Umgereimtheiten", so der Richter. Etwa auch, ob eine Frau wie die Angeklagte die beiden Jungen, zusammen gut 50 Kilogramm schwer, hätte auf die Haken heben könne.
Das Verfahren habe sie und ihre Familie belastet, sagt die Angeklagte gefasst. Nach dem Urteil, da fehlen ihr die Worte. Draußen betroffene Mienen. Der Zwölfährige besucht ab heute eine andere Schule. Der 13-Jährige ist in psychischer Behandlung. Er geht noch in dieselbe Klasse - von Helga Z. "Er hat nicht gelogen", sagt seine Mutter, den Tränen nahe. Und Schuldirektorin Pape, sie hofft: "Dass nun wieder Ruhe einkehrt in der Schule."

erschienen am 20. September 2006

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Wie wäre das Urteil im umgekehrten Fall ausgefallen? Wenn die beiden Jungen die L. an den Haken gehängt hätten?

Ich glaube den Jungen. Und es ist ein Skandal, dass einmal mehr die Opfer weichen müssen.

Momo
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 21.09.2006, 08:25    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Sie genießt einen tadellosen Ruf, ist seit 20 Jahren Lehrerin an der Schule, seit fast 30 Jahren im Job.


Hat sich hier die Schulaufsicht mal wieder zum Anwalt einer Lehrerin bestellt? Diese Aussagen kommen mir aus unserem eigenen Verfahren nur allzu gut bekannt vor.

Hierzu passt auch diese Aussage (sogar noch vor Prozessbeginn):

Zitat:
Schulbehörden-Sprecher Alexander Luckow: "Die Lehrerin ist nicht suspendiert und wird es auch nicht."


Was hätte die Schulbehörde denn gemacht, wenn die Lehrerin verurteilt worden wäre?

Nach meinen Erfahrungen hat die Schulaufsichtsbehörde sich mal wieder schützend vor die Täterin gestellt, statt objektiv zu sein.

Ein Blick ins Gesetz erklärt schnell, warum in den Personalakten, selbst bei Wiederholungstätern nichts vermerkt ist:

Zitat:
Hamburgisches Beamtengesetz

§ 96 f

(1) Unterlagen über Beschwerden, Behauptungen und Bewertungen, auf die die Tilgungsvorschriften das Hamburgische Disziplinargesetz keine Anwendung finden, sind,

falls sie sich als unbegründet oder unzutreffend erwiesen haben, mit Zustimmung des Beamten unverzüglich,

falls sie für den Beamten ungünstig sind oder ihm nachteilig werden können, auf Antrag des Beamten nach drei Jahren

aus der Personalakte und aus anderen Akten nach § 96 d Absatz 2 Satz 1 erster Halbsatz zu entfernen und zu vernichten. Satz 1 Nummer 2 gilt nicht für dienstliche Beurteilungen. Die Frist nach Satz 1 Nummer 2 wird durch erneute Sachverhalte im Sinne dieser Vorschrift oder durch die Einleitung eines Straf- oder Disziplinarverfahrens unterbrochen. Stellt sich der erneute Vorwurf als unbegründet oder unzutreffend heraus, gilt die Frist als nicht unterbrochen.

(2) Mitteilungen in Strafsachen, soweit sie nicht Bestandteil einer Disziplinarakte sind, und Auskünfte aus dem Bundeszentralregister sind mit Zustimmung des Beamten nach drei Jahren zu entfernen und zu vernichten. Absatz 1 Sätze 3 und 4 gilt entsprechend.


Da die Lehrerin freigesprochen wurde, wird diese Beschwerden selbstverständlich sofort aus der Personalakte entfernt als ob es dieses Strafverfahren nie gegeben hätte.

Und die Lehrerin genießt weiterhin einen guten Ruf...

Petra Litzenburger



[/quote]
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Doris Schmitt



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BeitragVerfasst am: 24.09.2006, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe Dir ja unseren, recht umfangreichen Erfahrungsbericht geschickt.

In der Grundschule habe ich mehr als einmal gedroht, dass ich zur Schulaufsicht gehe, da einige Vorfälle nicht ok waren.

Leider hatten wir sogar den Umstand, dass der zuständige Jurist der Schulaufsicht der Ehemann einer Lehrerin an der GS war.

Man erwähnte dies auch noch ganz offen und signalisierte so, dass eine Beschwerde eh sinnlos sei.

Ich habe zumindest den Rektor unserer GS dazu gebracht, doch auch einmal in seine Gesetze zu schauen, da ich bei schriftlichen Beschwerden immer mit dem Schulrecht, Strafrecht und Grundgesetz argumentiere.

Was sollte ich auch sonst tun?

Körperliche Übergriffe haben wir auch erlebt (Festhalten, ziehen am Arm ect...), aber leider war nie jemand bereit, Zeuge für uns zu sein. Zu groß war die Angst vor der Schule und die Folgen.

Also ich kann das Hamburger Urteil nicht verstehen und ich hoffe, dass die Eltern Nebenkläger waren bzw. die Staatsanwaltschauft in die nächste Instanz geht.

Doris
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 29.09.2006, 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nach meinem Kenntnisstand haben die betroffenen Eltern Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Der Urteilsspruch ist also kein entgültiges Ergebnis.

Die betroffene Schule ist folgende:

http://www.pps-hh.de/

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Foto der Schulleiterin Ute Pape:

http://www.pps-hh.de/bilder/kollegium/pape_gross.jpg

Unsere Pressemitteilung zu diesem Fall:

http://www.emgs.de/forum-emgs/viewtopic.php?t=631

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger

P.S. Liebe Doris, Deinen Bericht habe ich unter Erfahrungsberichte bereits aufgenommen. Vielen Dank für diesen Bericht.
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Zuletzt bearbeitet von Petra Litzenburger am 30.09.2006, 17:00, insgesamt einmal bearbeitet
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 30.09.2006, 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
VOR GERICHT

Eltern fechten Freispruch an
Prozess um Schüler am Kleiderhaken geht in die zweite Runde - Berufung eingelegt


STEPHANIE LAMPRECHT

Der Prozess um angeblich an Kleiderhaken aufgehängte Schüler soll in die zweite Runde gehen: Die Eltern des 12-jährigen Christian wollen den Freispruch für die Lehrerin nicht akzeptieren, sind in die Berufung gegangen.

Bereits nach der Urteilsverkündung hatte die Mutter des Jungen das Urteil als "enttäuschend" bezeichnet. Ihr Sohn hatte ausgesagt, dass seine Klassenlehrerin an der Peter-Petersen-Gesamtschule ihn und seinen Freund mit einem Sportband an einen Kleiderhaken im Umkleideraum gehängt habe. Auch die Eltern des zweiten Jungen haben Rechtsmittel eingelegt.

Die beiden Jungen hatten vor Gericht eingeräumt, dass sie "Quatsch gemacht" und den Sportunterricht gestört hätten. Das "Aufhängen" hätten sie zunächst als verdiente Strafe empfunden, aus Scham ein halbes Jahr lang niemandem davon erzählt.

Der Richter am Amtsgericht Barmbek sah in den Aussagen der Kinder zu viele Widersprüche, um zu einem zweifelsfreien Schuldspruch zu kommen. Anwältin Filiz Capar vertritt Christian und seine Eltern: "Das Urteil hat Christians Glaube an die Gerechtigkeit zerstört."

Warum die Familie die Strapazen eines weiteren Prozesses auf sich nimmt? Christians Mutter: "Wir wollen klarstellen, dass mein Sohn nicht lügt. Und wir wollen, dass die Lehrerin sich entschuldigt." Ihr Sohn geht inzwischen auf eine andere Schule.

(MOPO vom 28.09.2006 / SEITE 17)

http://www.mopo.de/2006/20060928/ha....echten_freispruch_an.html

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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 15.10.2006, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Schreiben der Peter-Petersen Gesamtschule wurde uns zugesandt:

(Zum Vergrößern bitte das Dokument anklicken)


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Zuletzt bearbeitet von Petra Litzenburger am 23.06.2007, 13:16, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 15.10.2006, 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wir, die anwesenden Lehrerinnen und Lehrer der PPS, weisen die gegen unsere Kollegin Helga Zürn Erhobenen Vorwürfe mit Entschiedenheit zurück und sprechen ihr zugleich unser uneingeschränktes Vertrauen aus


Bemerkenswert! Weder die Schulleiterin Pape, noch ein Kollege oder eine Kollegin waren in der Sportstunde dabei.

Seltsam, dass mir sofort der Spruch mit den Krähen einfällt.



Zitat:
Im Moment ist die pädagogische Arbeit an der PPS schwer beeinträchtigt, Wir fordern die betreffenden Eltern auf; umgehend an der Wiederherstellung eines vertrauensvollen pädagogischen Klimas mitzuwirken.



Ach und wieder einmal sind die bösen Eltern daran schuld!?


Zitat:
Abgestimmt und beschlossen von der Lehrerversammiunq am 17.05.O6


Wow, wie schnell doch reagiert werden kann, wenn die eigene Zunft geschützt werden soll.
Am 15.05.2006 erschien der Artikel in der Morgenpost und bereits am 17.05.2006 wurde deswegen eine Lehrerversammlung einberufen. Beachtlich!
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BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 23:31    Titel: Neues aus Hamburg Antworten mit Zitat

Diese Email von einer betroffenen Familie aus Hamburg vom 15.11.2006 stelle ich mit Erlaubnis des Verfasser hier ein:

Zitat:
Liebe emgs,

in der Lehrerresolution werden alle Vorwürfe zurückgewiesen, was mich sehr wundert, denn ich stellte folgende

Dienstaufsichtsbeschwerde



Betr.:
Klassenlehrerin Klasse 6?
Peter Petersen Gesamtschule


Am 23.02.06 gegen 10.15 hat die Klassenlehrerin unseres Sohnes bei uns angerufen und gesagt:
?Nehmen sie ihr Kind umgehend von der Schule!?
Auf die Rückfrage, ob dieses mit der Schulleitung abgesprochen sei, sagte Frau Zürn:
?Ich will das gar nicht weiter mit Ihnen diskutieren, suchen sie sich sofort eine neue Schule für ihren Sohn. Nach den Ferien will ich einen Neuanfang machen ohne ihr Kind.
Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag!? Dann legte sie auf.

Am 20.03.06 hat Frau Zürn die Klasse 6b in der letzten Stunde entlassen, bis auf
vier Jungen.
Sie teilte den vier Jungen mit, dass sie sie von der Klassenfahrt ausschließt.
Diese Art der persönlichen Konfliktbewältigung ist nicht akzeptabel und völlig unverhältnismäßig.


Wir bitten um Aufklärung und Stellungnahme.

Hamburg, 22.03.06

Die Schulaufsicht antwortet am 9. April 2006:

? ?Zum Anruf bei Ihnen: Frau Zürn bestätigt den Anruf und die Intention, ihren Sohn in eine andere Schule umzuschulen?.
? Die Schulleitung hat Frau Zürn zum Ausdruck gebracht, dass dieser Anruf in der für alle Seiten angespannten Situation nicht angebracht war. Diese Einschätzung teile ich.
? Klassenreiseteilnahme: Frau Zürn bestätigt das Gespräch mit den Jungen?.
? Die Schulleitung hat Frau Zürn zum Ausdruck gebracht, dass zu dem Zeitpunkt das Gespräch mit den Schülern ebenfalls nicht angebracht war. Diese Einschätzung teile ich ebenfalls?
Zusammenfassend stelle ich in meiner Rolle als Schulaufsicht fest, dass ich angesichts der von Ihnen vorgebrachten Einlassungen keinen Anlass sehe, gegen Frau Zürn disziplinarrechtliche Schritte zu unternehmen. Oben habe ich zum Ausdruck gebracht, wo es meiner Einschätzung nach pädagogisch angebracht gewesen wäre, sich anders zu verhalten.?

Louise


Die betroffenen Familien aus Hamburg stehen mit mir in Kontakt und lesen hier auch mit.
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Zuletzt bearbeitet von Petra Litzenburger am 24.03.2007, 15:37, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ob ein Brief an die Schulsenatorin nützen wird, kann man nicht vorraussehen. Wenn man ihn aber nicht schreibt, wird man das nicht herausfinden. Deshalb mein Tipp: einen Brief schreiben - in der Hoffnung, dass steter Tropfen den Stein höhlt.

Die Antwort auf diese Frage ist sicher interessant: "Warum schützt niemand die Kinder vor Lehrern, die überfordert und somit ungerecht und verletzend sind?"

Doris
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht macht es Sinn, wenn diese 6 Eltern sich geschlossen an eine Zeitung wenden, z.B. an das "Hamburger Abendblatt".
Ich habe Kontakt zu einer mir recht engagiert erscheinenden Redakteurin dort, die auch in unserem Fall in unserem Sinne berichtet hat.

Es gäbe damit die Möglichkeit, nochmals "öffentlich" tätig zu werden, dass nämlich dieser Fall eben kein "bedauerlicher Einzelfall" dieser Lehrerin ist, sondern das Ganze durchaus '"Methode" hat (und sei es, weil die Dame überfordert ist).

Mail der Red. gebe ich gerne weiter.

Petra hat sie aber auch, glaube ich.

LG Momo
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Sandrine



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Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
es ist doch völlig verrückt, das hier die Situation solche ist, das die Kinder vor einem Lehrer nicht geschützt werden, nach diesem unglaublichen Geschehen, und in unserem Fall, wird ein herrvorragender Lehrer, die tatsächlich Mangelware sind, sofort entfernt! Das kann doch niemand verstehen!
Ich würde auch noch diesen Brief schreiben. Nach meinen Erfahrungen, würde ich sagen, man muß ständig präsent sein, immer wieder zeigen, wir sind noch da. Uns Eltern haben, Schule, Schulamt, Bezirksregierung und das Ministerium immer wieder nahe gelegt wir sollten jetzt aufhören, damit der Schulfrieden wieder einkehren kann, damit die Kinder ruhig und friedlich die Schule besuchen können. Das ist meiner Meinung nach vorgeschoben, denn, das niemand an die Kinder denkt, wissen wir ja mittlerweile. Der Grund ist, die möchten ihre Ruhe vor uns. Jeder Brief der bei denen ankommt, bedeutet für die Arbeit. Und die Presse fürchten die auch, war zumindest mein Eindruck, nach dem Gespräch bei der Bezirksregierung.
Ich wünsche allen betroffenen Eltern in diesem Fall, ganz viel Kraft.
Es zermürbt einen so sehr und man sieht kaum Chance auf Erfolg, aber es heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Gruß
Sandrine
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