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Waldorf-Lehrer müssen vor Gericht

 
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Marlene Mayer



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BeitragVerfasst am: 16.09.2006, 18:31    Titel: Waldorf-Lehrer müssen vor Gericht Antworten mit Zitat

Artikel der AZ Ausgabe vom 16.September 06 Seite 4

Acht Waldorf-Lehrer müssen vor Gericht

Anklage wegen Körperverletzung
- Schule: Hetzkampagne

Kempten (bec/ddp).

Gegen acht Lehrerinnen und Lehrer der Freien Waldorfschule in Kempten hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Körperverletzung erhoben. Sie sollen Schüler unter anderem an den Ohren gezogen, deren Köpfe gegen die Tafel gestoßen und Ohrfeigen verteilt haben.

Den Vorwurf, dass an der Schule Gewalt als Erziehungsmittel eingesetzt wird, hatte vor einem Jahr ein Vater erhoben, die Staatsanwaltschaft hatte seither ermittelt. Schulvertreter dagegen sprechen von einer Hetzkampagne, gegen die man sich ebenfalls mit juristischen Mitteln wehren wolle. Über uns werden haarsträubende Dinge verbreitet, sagte Roland Birk, Geschäftsführer der Kemptener Waldorfschule. Sämtliche Vorwürfe seien völlig unbegründet, was die Schule auch beweisen könne.

Am vergangenen Montag wurde bereits vor dem Amtsgericht Kempten gegen einen der Lehrer wegen Körperverletzung verhandelt - wegen eines verfahrensrechtlichen Fehlers allerdings ohne Ergebnis. Ein Verfahren gegen einen 35-jährigen Pädagogen beginnt am Donnerstag. Ihm wird vorgeworfen, zwischen September 2001 und Juli 2003 einen Schüler mehrfach traktiert zu haben. So soll er - ohne rechtfertigenden Grund - den Schüler von seinem Stuhl hoch gezerrt und dann heftig wieder nach unten gestoßen haben.

Ob die Verfahren für die Schule Konsequenzen haben werden, darüber wollte Leitender Oberstaatsanwalt Herbert Pollert nicht spekulieren. Das hänge vom Ausgang der Prozesse ab.

Waldorfschulen sind Schulen in freier Trägerschaft, an denen nach der von Rudolf Steiner begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird. Von der ersten bis zur achten Klasse wird der Klassenverband von einem Lehrer geführt. Waldorfschulen wird nachgesagt, dass dort besonders intensiv auf die Schülerinnen und Schüler eingegangen wird.

Der Bund der Freien Waldorfschulen teilte mit, dass er die Waldorfschule Kempten ausdrücklich nicht anerkennt. Die Schule sei seit 1987 nicht mehr Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen. Aufgrund des zurzeit der Gründung der Schule fehlenden Namensschutzes dürfe sich die Schule dennoch Waldorfschule nennen.
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rommy



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BeitragVerfasst am: 16.09.2006, 22:47    Titel: Re: Waldorf-Lehrer müssen vor Gericht Antworten mit Zitat

Ziehe meinen Beitrag dazu zurück.
Kam nicht so an, wie ich das meinte!


Zuletzt bearbeitet von rommy am 17.09.2006, 21:57, insgesamt einmal bearbeitet
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rommy,

ich denke nicht, dass das etwas mit "Waldorf-Päd." zu tun hat. An den W.-Schulen ist es so, wie an Regelschulen auch - es gibt sone und solche (gute und schlechte L.).

Momo
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rommy



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Beiträge: 187
Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 19:18    Titel: Antworten mit Zitat

Auch zurückgezogen!
Nur weil nur ein Waldorfskandal bekannt wurde, muß das nicht heissen, daß er der Einzige war.....


Zuletzt bearbeitet von rommy am 17.09.2006, 21:58, insgesamt einmal bearbeitet
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

liebe Rommy,


es ist bekannt, dass viele Politiker oder Eltern die es sich finanziell leisten können, ihre Kinder nicht dem dreigliedrigen Schulsystem aussetzen, sondern ihre Kinder bei den Privatschulen anmelden.

Betreffend dieser Waldorfschule möchte ich darauf hinweisen, dass der Bund der freien Waldorfschule diese Schule in Kempten gerade nicht anerkennt:

Zitat:
Der Bund der Freien Waldorfschulen teilte mit, dass er die Waldorfschule Kempten ausdrücklich nicht anerkennt. Die Schule sei seit 1987 nicht mehr Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen. Aufgrund des zurzeit der Gründung der Schule fehlenden Namensschutzes dürfe sich die Schule dennoch Waldorfschule nennen.



Liebe Grüsse

Petra Litzenburger
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 17.09.2006, 19:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Schulvertreter dagegen sprechen von einer Hetzkampagne, gegen die man sich ebenfalls mit juristischen Mitteln wehren wolle. Über uns werden haarsträubende Dinge verbreitet, sagte Roland Birk, Geschäftsführer der Kemptener Waldorfschule. Sämtliche Vorwürfe seien völlig unbegründet, was die Schule auch beweisen könne.



Interessant, dass auch in diesem Fall (wie in allen anderen mir bekannten Fällen ebenfalls) den Eltern die Misstände an Schulen aufzeigen eine Hetzkampagne vorgeworfen wird. Scheint tatsächlich ein System dahinterzustecken. Anders ist dies für mich nicht mehr zu erklären.

Liebe Grüsse

Petra Litzenburger
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BeitragVerfasst am: 22.09.2006, 07:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ex-Lehrer zu Geldstrafe verurteilt

Im ersten Prozess gegen insgesamt acht Lehrkräfte der Kemptener Waldorfschule ist ein 35-jähriger ehemaliger Pädagoge wegen fahrlässiger Körperletzung zu einer Geldstrafe von 3.500 Euro verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann einen Schüler so heftig anpackte, dass dieser verletzt wurde. Die Schulleitung spricht weiterhin von einer Rufmordkampagne.



Der nun verurteilte 35-Jährige hat nach Beurteilung des Kemptener Amtsgerichts im Jahr 2002 den betroffenen Schüler von seinem Stuhl gezerrt und dann so fest zurückgestoßen, dass der Jugendliche dabei eine Prellung am Steißbein erlitt. Zudem soll der Mann den damals Achtjährigen mit dem Kopf an die Tafel gestoßen haben. Der Lehrer war nach dem Vorfall und einer schulinternen Klärung aus der Lehrtätigkeit entlassen worden. Seitdem ist der 35-Jährige an der Schule als Hausmeister beschäftigt.

Angeklagter gibt Vorwürfe weitgehend zu

In der Verhandlung räumte der frühere Pädagoge die Vorwürfe in etwas abgemilderter Form ein. Der Schüler habe damals den Unterricht gestört und ihn gereizt, versuchte sich der 35-Jährige zu rechtfertigen. Das Gericht erklärte in seiner Urteilsbegründung, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Lehrer den Schüler bewusst verletzen wollte. Die Verteidigung hatte für ihren Mandanten einen Freispruch gefordert und die Glaubwürdigkeit der beiden heute zwölf und 13 Jahre alten Zeugen angezweifelt.


Briefe von Eltern

Dem Prozess werden weitere folgen, insgesamt müssen sich noch sieben Lehrerinnen und Lehrer der Freien Waldorfschule Kempten wegen "Körperverletzung im Amt" verantworten.

Nach Auskunft des Leitenden Oberstaatsanwalts Herbert Pollert kamen die Ermittlungen durch Schreiben von Eltern eines ehemaligen Schülers ins Rollen. Auf die Briefe, die auch an die örtlichen Presse gerichtet waren, seien weitere Schreiben und Leserbriefe gefolgt. In acht Fällen sei dann Anklage erhoben worden, in sechs Fällen wurde nach Auskunft von Pollert das Verfahren eingestellt - entweder weil die Beschuldigungen schon verjährt gewesen wären oder nicht hätten nachgewiesen werden können.


Schulleiter: Vereinzeltes Fehlverhalten

Schulleiter Immo Diener hatte vor dem ersten Prozess gegenüber dem Bayerischen Rundfunk erklärt, an den Vorwürfen sei überhaupt nichts dran. Sehr vereinzelt sei in den zurückliegenden zehn Jahren ein Fehlverhalten von Lehrern vorgekommen, aber nicht in dem Maße und nicht in der Art wie jetzt behauptet.

Der Geschäftsführer der Schule, Roland Birk, sah in den Vorwürfen eine "ganz gezielte Kampagne". Die Schulleitung ist auch weiterhin der Ansicht, dass gegen ihre Einrichtung eine Rufmordkampagne betrieben werde. Gegen die Eltern, die die Ermittlungen auslösten, sei Anzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung gestellt worden. Der Staatsanwaltschaft warf Birk Versäumnisse vor. So seien zum Beispiel Entlastungszeugen nicht gehört worden. Nach Mitteilung von Oberstaatsanwalt Pollert wollten sich diese nicht äußern.

Nicht im Bund

Waldorfschulen sind Schulen in freier Trägerschaft, an denen nach der von Rudolf Steiner begründeten Pädagogik unterrichtet wird. Die Kemptener Schule ist seit 1987 nicht mehr Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen. Wegen "tiefgreifender Differenzen über die Autonomie einer Waldorfschule" sei man ausgetreten, schreibt die Kemptener Schule auf ihrer Internet-Seite. Der Waldorfschulen-Bund erklärt dazu, die Einrichtung in Kempten werde nicht anerkannt, sie dürfe sich aber weiter Waldorfschule nennen, weil bei ihrer Gründung ein Namensschutz fehlte. Derzeit werde rechtlich geprüft, ob der Kemptener Schule der Name entzogen werden kann.

Quelle:
www.br-online.de/bayern-heute/artik....fschule-kempten/index.xml
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