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Das Busfahren will gelernt sein

 
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Marlene Mayer



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Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 15:40    Titel: Das Busfahren will gelernt sein Antworten mit Zitat

Das Busfahren will gelernt sein
Schüler werden auf Gefahren beim Busfahren vorbereitet

Mindelheim (nika).

"Jetzt mal richtig drängeln", fordert Max Heim, Geschäftsführer des Busunternehmen Klaus, die Schüler der fünften Klasse des Maristenkollegs auf. Denn heute wird geübt, wie man richtig in den Bus einsteigt, wieder aussteigt und sich an der Haltestelle korrekt verhält. "Nur wenn die Kinder selber erkennen, wo die Gefahren lauern, passen sie besser auf", ist sich Heim sicher.

Das Bustraining sei schon seit Jahren ein erfolgreiches Projekt, das aus der Aktion "Sicher zur Schule - sicher nach Hause!" entstanden ist. "Auch an Grund- und Volksschulen führen wir diese Kurse durch und für die fünften Klassen des Gymnasium soll das Trainig einfach eine Auffrischung des bereits Gelernten sein", berichtet Max Heim. Man könne dies nie oft genug üben.

Die erste Lernstation des Kurses ist das Einsteigen in den Bus. Auf die Frage wie viele Meter man denn vom Bus entfernt stehen müsse, wenn dieser angefahren kommt, erhält Heim zahlreiche Antworten. "Man muss mindestens drei Meter vom Bus wegstehen, sonst bekommt man die Türe an den Kopf", ist sich ein Junge ganz sicher. Mit einem anfahrenden Bus und rot-weißen Hütchen, demonstriert Max Heim schließlich, dass ein Meter Abstand genau der Richtige ist und die Kinder staunen erschrocken, was mit den Hütchen geschieht, die den Sicherheitsabstand nicht einhalten und vom Bus mitgerissen und überrollt werden. Beim Einsteigen in den Bus fordert Heim die Fünftklässler dann auf, so richtig zu drängeln. Vor allem die wilden Jungs lassen sich dies nicht zwei Mal sagen und drücken und drängeln sich in die schmale Tür des Busses und merken letztlich selber: "Na toll, da bleiben wir ja alle stecken!"

Sicher im Bus angekommen lernen die interessierten Kinder was geschieht, wenn man nicht angeschnallt ist. Der Dummy "Oskar", der auf dem Platz hinten in der Mitte sitzt, wird bei der Vollbremsung durch den halben Bus geschleudert und landet auf dem Kopf. "Gerade Oskars Platz erfordert besondere Vorsicht", erklärt Heim. Es könne ja immer mal sein, das der Busfahrer abrupt bremsen müsse und deswegen sei Anschnallen und Festhalten während der Fahrt Pflicht.

Auch die nächste Übung war von besonderer Bedeutung, denn sie betraf nicht nur die Schüler, die mit dem Bus in die Schule kommen. Michael Alf, ein Schüler der Klasse, durfte sich auf den Fahrersitz im Bus setzen. Über den Spiegel erkannte er genau, dass er seine Mitschüler im toten Winkel nicht sehen kann und auch die anderen Kinder waren erstaunt, als Heim mit einem Absperrband den Bereich markierte, in dem der Busfahrer weder Fußgänger noch Fahrradfahrer sehen kann.

Nach einem lehrreichen und interessantem Bustrainig waren sich die Schülerinnen Regina Geier und Carolin Zitzelsberger sicher: "Wir wussten die meisten Sachen, die wir heute gelernt haben noch nicht und sind froh, es jetzt besser zu wissen."


Artikel vom: 19.09.2006 der Augsburger Allgemeinen

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Hierzu mein Leserbrief


Begrüßenswert ist, dass man den Schülern zeigt, wie sie in den Bus richtig ein bzw. aussteigen sollen, leider ist das nicht die einzige Gefahr! Wie sollen sich die Kinder verhalten, die keinen Sitzplatz haben, somit im Gang stehen ohne Sicherheitsgurte?, wenn der Busfahrer bremsen muss! Gibt es hier auch einen Lehrgang? Oder gilt ein mit Schülern vollgestopfter Bus, gleichzeitig als Airbag? Sicher zur Schule?

Marlene Mayer
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Tess



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BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 18:06    Titel: Re: Das Busfahren will gelernt sein Antworten mit Zitat

Marlene Mayer hat Folgendes geschrieben:
Gibt es hier auch einen Lehrgang? Oder gilt ein mit Schülern vollgestopfter Bus, gleichzeitig als Airbag? Sicher zur Schule?
[/b]


Ich hoffe mal, die Busfahrer belegen auch einen entsprechenden Lehrgang. Mein Sohn wurde nämlich mal beim Ausstieg von der Türe eingeklemmt. Pech für den Busfahrer......ich war dabei.
Aber vermutlich kommt das auch öfter vor, sind ja nur Schüler. Bestenfalls werden sie nachher von den Eltern gefahren, wenn man sie kräftig durchschüttelt, dann löst sich das Platzproblem von selbst.


Tess
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Marlene Mayer



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Bundesland: Bayern

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Tess,

da bin ich der gleichen Meinung, bezüglich der Busfahrer. Das genau ist hier in unserer Region auch schon passiert.

Erst neulich kam mir ein Schulbus entgegen, was ich da sah, ehrlich, mir wurde schlecht. Der Schulbus war überfüllt mit Kindern die standen, also von wegen Anschnallen. Ich möchte nicht weiter denken müssen, was passiert wenn der Busfahrer mal ganz spontan eine Vollbremsung machen muss. Vermutlich reicht es so noch nicht was bisher passierte, passieren musste.

Liebe Grüße

Marlene
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Tess



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BeitragVerfasst am: 20.09.2006, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den meisten Bussen, die bei uns im Einsatz sind, gibt es gar keine Sicherheitsgurten.

Die Gefahr ist das eine und schon schlimm genug.

Ein anderes Problem ist, dass sich keiner zuständig fühlt für die Busfahrt. Bei uns wird der Bus von mehreren Schulen benutzt. Wenn ein Schüler geärgert wird, kann man kaum was unternehmen.

Die Busfahrer fühlen sich ohnehin nicht zuständig, an der Haltestelle schon gar nicht und wenn man sich an eine Schule wendet, dann kommen die "bösen Buben" garantiert aus einer anderen.


Tess
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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 18.11.2006, 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Das Recht der Stärkeren?

Eltern von Grundschulkindern beschweren sich über Gedränge im Schulbus


Diesmal geht es beim Einsteigen gesittet zu - dafür sorgt Sicherheitsbeauftragter Werner Bohn (links), der über die Anwesenheit der Presse sichtlich nicht begeistert ist.
Foto: Frank Schmidt-Wyk
Vom 06.09.2006

Von

Frank Schmidt-Wyk

BAD SOBERNHEIM In der Redaktion meldet sich die Mutter einer Drittklässlerin von acht Jahren: Jeden Mittag spiele sich vor dem Schulzentrum das gleiche Drama ab, Haupt- und Realschüler drängten sich beim Einsteigen in die Schulbusse rücksichtslos vor und dächten auch nicht daran, den Kleineren im oft proppenvollen Bus Platz zu machen. Oft sei ihr Kind heulend nach Hause gekommen, manchmal sogar mit blauen Flecken, und deshalb hole sie ihre Tochter inzwischen lieber mit dem Auto von der Schule ab. Viele Eltern machten das so, sagt die Frau, das Problem sei bekannt.

Nicht nur sie habe sich bereits sowohl bei den Busunternehmen als auch bei der Schule beschwert, doch dort zeige man bloß mit dem Finger jeweils auf den anderen. "Wenn sich mal wieder jemand beklagt hat, dann geht es für zwei bis drei Wochen gut und dann ist wieder alles so wie vorher", schimpft die Frau.

Als sich die AZ gestern Mittag vor Ort einen Eindruck von der Situation verschafft, geht es allerdings recht gesittet zu - was auch daran liegt, dass mehrere Lehrer beim Einsteigen Aufsicht halten. Darunter auch Werner Bohn, Sicherheitsbeauftragter der Grundschule, der über das Auftauchen der Presse sichtlich ungehalten ist. Zuvor, am Telefon, war er nicht bereit, mit der AZ über das Problem zu reden, nun scheint er sehr darum bemüht, den Eindruck zu vermitteln, dass an den Bushaltestellen keineswegs Chaos herrscht.

Auch Herbert Schick, Lehrer an der Realschule, führt heute Aufsicht. Von jeder der drei Schulen des Schulzentrums sei täglich eine Aufsichtsperson eingeteilt, bekräftigt er. Doch sei es nun mal schwierig, die Schüler beim Einsteigen im Zaum zu halten.

Busfahrer Leo Hermes, der in seinem Heimatland Holland zehn Jahre als Sozialpädagoge tätig war, bestätigt allerdings die Beobachtung mancher Eltern, dass nämlich die Anwesenheit von Aufsichtspersonen keineswegs die Regel ist: "Ich fahre die Strecke seit Mai, und seitdem war vielleicht einmal ein Lehrer da. Für mich ist es Sache der Schulen, das zu regeln. Ich habe versucht, die Schüler zur Vernunft zu bringen, aber das ist hoffnungslos. Und wenn ich zu spät wegkomme, dann regen sich die Eltern auch wieder auf, weil ihre Kinder nicht pünktlich zu Hause sind. Ich finde: In den Klassen müssten die Lehrer den Älteren einschärfen, mehr Rücksicht zu nehmen, dann müsste das normalerweise klappen."

"Das Problem ist bekannt, wir gehen der Sache nach", verspricht Manfred Purucker, Leiter der Grundschule. Allerdings sei die "Hierarchie in den Bussen halt so, da sind die weiterführenden Schulen gefragt, ihre Schüler zur Vernunft anzuhalten. Unsere Einflussmöglichkeiten sind doch eher gering." Außerdem habe er festgestellt, dass sich auch Eltern von Grundschülern über die Zustände beschwerten, deren ältere Geschwister selbst zu denen gehörten, die den Kleinen keinen Platz gönnten.

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2513098
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