Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V.
www.emgs.de
 

Der Verein von Eltern für Eltern

Das Schreiben von Beiträgen ist nur registrierten Usern gestattet

Elterninitiative-Startseite

 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Hessen - Lehrer im Internet bloßgestellt

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht -> Gewalt und Mobbing durch Schüler
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 20.10.2006, 11:47    Titel: Hessen - Lehrer im Internet bloßgestellt Antworten mit Zitat

Zitat:
Schülervideos
Lehrer im Internet bloßgestellt


Gewaltvideos auf Schülerhandys sind schon lange keine Seltenheit mehr. Das Internetportal YouTube bietet den Schülern die Möglichkeit, ihre selbst gefilmten Clips weltweit zu verbreiten. Neben Mitschülern werden mittlerweile auch immer mehr Lehrer zu Opfern.

"Wenn der Lehrer keine Kontrolle mehr über die Klasse hat und nur noch ausgelacht wird - in den Momenten ein Video zu machen, ist ziemlich lustig", berichtet ein 18-jähriger Frankfurter Gymnasiast freimütig. Für ihn ist nichts dabei, dass er heimlich seinen Lehrer filmt und das Handy-Video an andere weiterschickt.

An einem Gymnasium im Taunus gingen Jugendliche noch weiter: Das selbstgedrehte Video gelangte ins Internet und zwar in das Video-Portal YouTube.

"Entwürdigende Art und Weise"
"Es wird eine Situation dargestellt, in der der Lehrer mit dem Unterricht überfordert ist und sich die Schüler über ihn lustig machen", beschreibt Ulrich Warnke. Nachdem der Vorsitzende des Schulelternbeirates das Video in YouTube entdeckt hatte, hat er es gelöscht. "Ich habe Mitleid empfunden mit einem Menschen, der in einer entwürdigenden Art und Weise dargestellt wird. Ich habe mich geärgert, dass Schüler, die kurz davor stehen, ein Reifezeugnis zu bekommen, so etwas machen", so Warnke.

Das Gymnasium will den Fall intern regeln und möchte vorerst nicht an die Öffentlichkeit treten. Gemeinsam mit dem Schüler- und dem Elternbeirat soll nun eine Lösung gefunden werden. "Die Schüler müssen merken, dass es nicht in Ordnung ist. Sie müssen den Schaden wieder gutmachen, und sie müssen sich klar davon distanzieren", fordert Warnke.

YouTube
YouTube ist eine der erfolgreichsten Internetseiten weltweit und wurde vor wenigen Tagen für rund 1,3 Milliarden Euro von Google übernommen. Täglich besuchen 70 Millionen Nutzer die Seite, auf der man Videos anschauen und selbst hochladen kann. 100 Millionen Video-Clips werden pro Tag abgespielt, täglich kommen 65.000 neue hinzu.

Lehrer auf Toilette gefilmt
Der Fall im Taunus ist kein Einzelfall. In Frankfurt etwa wurden bereits an fünf Schulen Jugendliche verwarnt oder sind von der Schule verwiesen worden. In einem Fall wurde ein Lehrer auf der Toilette gefilmt. Auch hier landete das selbstgedrehte Video in YouTube. Viele Jugendliche wüssten gar nicht, dass sie sich damit strafbar machen, sagt die Jugendkoordinatorin der Frankfurter Polizei Claudia Ringel. Sie setzt vor allem auf präventive Maßnahmen und besucht regelmäßig Schulen, um Lehrer, Schüler und Eltern zu sensibilisieren.

Den Schülern müsse bewusst gemacht werden, dass es sich hierbei um keinen Spaß mehr handelt, so Ringel. Genauso müsse auch den Eltern klar sein, "was eigentlich mit diesen Handys alles möglich ist". Zu große Aufmerksamkeit möchte Ringel dem Thema jedoch nicht zukommen lassen, denn schließlich sollte bei den Schülern nicht noch zusätzliche Neugier geweckt werden.

Schulleiter droht mit Anzeige
In der Frankfurter Berufsschule Werner von Siemens herrscht im Unterricht Handyverbot. Schulleiter Tilmann Stoodt vertraut seinen Schülern. Er ist davon überzeugt, dass die Lehrer nicht gefilmt werden. Wenn ja, würde er hart durchgreifen, versichert er. "Wenn ich feststellen würde, dass ich in einer für mich unvorteilhaften Situation gefilmt worden bin und das anschließend im Internet auch noch publiziert worden ist (...), dann würde ich gegen den Betreffenden auch Strafanzeige erstatten."

Das hessische Kultusministerium will kein allgemeines Handyverbot für die Schulen aussprechen. Die betroffenen Schulen sollen eigenverantwortlich handeln. Ein Konzept entwickeln und eine Schulvereinbarung treffen. An vielen Schulen herrscht bereits ein Handyverbot.

Ein Beitrag von hr-Reporterin Wiki Katopi
http://www.hr-online.de/website/rub....tandard_document_27286276

_________________
"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht -> Gewalt und Mobbing durch Schüler Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de