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Mobbing im Klassenzimmer - gequälte Schüler, hilflose Lehrer

 
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 12:24    Titel: Mobbing im Klassenzimmer - gequälte Schüler, hilflose Lehrer Antworten mit Zitat

Zitat:
Mobbing im Klassenzimmer - gequälte Schüler, hilflose Lehrer

Sendung vom 11.01.2007 21:45 Uhr

Es begann in der 5. Klasse: Sabrina hatte eine schwere Hautkrankheit und wurde von ihren Mitschülern gehänselt. "Du bist hässlich, eine Missgeburt, dich braucht keiner!" Solche Sätze gehörten für das Mädchen zum Schulalltag, genauso wie das Schweigen einer ganzen Klasse, wenn sie den Raum betrat. Sabrina wurde ausgegrenzt, geärgert, vorgeführt. Die Lehrer schauten tatenlos zu.

Über eine halbe Millionen Kinder, so eine Studie der Universität München, werden in Deutschland gemobbt. Statistisch gesehen gibt es in jeder Klasse ein bis zwei Mobbing-Opfer. Die Probleme dieser Kinder werden von den Schulen häufig ignoriert. Viele Lehrer fühlen sich überfordert, da sie nicht wissen, wie sie mit dem Phänomen Mobbing umgehen sollen. Und so tun sie lieber gar nichts. Sabrina hatte zeitweise Selbstmordgedanken. Für sie war die Schulzeit ein Albtraum. Und selbst bei der Abiturfeier herrschte eisiges Schweigen als sie ihr Zeugnis in die Hand bekam - für alle anderen gab es Beifall.


Quelle: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2007/t_cid-3537198_.html


Beitrag als Video:

http://daserste.ndr.de/panorama/arc....3537198_mid-3550666_.html
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Erika
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Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 147
Bundesland: Schleswig-Holstein

BeitragVerfasst am: 13.01.2007, 01:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

das Thema Mobbing scheint in den Medien zurzeit sehr aktuell zu sein. Am 10.1. gab es eine ganze Seite im Hamburger Abendbaltt unter "Schüler machen Zeitung".

http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/10/666374.html

Auch in der neuen "Focus Schule" ist Mobbing wieder ein großes Thema.

Im Abendblatt steht in einem der Artikel u.a., dass "Mobbing" regelmäßig im Unterricht behandelt werden sollte. Das sehe ich genau so, habe es auch schon einmal der Klassenlehrerin meines Sohnes gesagt. Antwort: " Dafür sind die Kinder noch zu klein" So ein Bödsinn! Kinder in der 6. Klasse oder auch früher, die fähig sind zu mobben, müssen auch darüber reden können, welche Auswirkungen Mobbing haben kann. Die Lebensläufe der Amokläufer sollten detalliert im Unterricht besprochen werden - so intensiv, bis der letzte kapiert hat, was Mobbing anrichten kann.

Mein Sohn sagte schon mehrmals, dass der Klassenlehrerin die Unterichtszeit zu kostbar wäre, um über Probleme zu reden. Ist es nicht wichtiger, soziale Kompetenz zu lernen, als z.B. in sogenannten stummen Landkarten einzutragen, wo einzelne Städte und Flüsse liegen? Und was lernen die Kinder nicht sonst noch alles für einen Bödsinn, den man nie wieder braucht - der nicht zeitgemäß ist - den man jederzeit per Internet oder sonstwie blitzschnell in Erfahrung bringen kann, wenn man ihn dann wirklich braucht.

Was ich in den Medien vermisse, ist Mobbing durch Lehrer. Oft geht Mobbing zuerst von Lehrern aus, wenn ein Kind ihnen nicht normgerecht erscheint. Wenn ein Lehrer ein Kind schon für dumm, frech, faul usw. verkauft wird, fühlen sich Mitschüler ganz schnell befugt, in die gleiche Kerbe zu hauen. Ich habe den Eindruck, dass diese Tatsache bewusst von den Medien unter den Teppich gekehrt wird.

Wir hatten vor den Ferien einen Anruf eines schulexternen Musiklehrers, der meinem Sohn alles Gute für ein Schulkonzert wünschen wollte. Er hatte den Eindruck, dass mein Sohn bei den Konzertproben überzogenerweise nicht nur von Schülern, sondern auch von Lehrern zur Sau gemacht wurde.

Nach dem Konzert bemerkte die Konzertlehrerin mir gegenüber unverschämt grinsend, dass mein Sohn ja öfter mal die Hälfte nicht mitbekommen würde. Ich wäre ihr am liebsten an die Gurgel gesprungen. Mein Sohn hat sich wirklich super gut entwickelt, hat allerdings immer einmal wieder eine HWS-Blockade, die u.a. verursacht, dass seine Aufmerksamkeit nicht immer voll da ist. Ist das ein Grund, ihn zu belächeln, ihn für dumm oder was sonst zu halten? Mein Sohn hat u.a. den Verdacht geäußert, dass diese Orchester-AG nicht dazu da ist, damit die Kinder Spaß haben, sondern, weil Frau XXX ein Orchester haben und sich damit rühmen möchte. Schule findet er ohnehin langweilig, uninteressant. Er möchte etwas lernen, erforschen, erfinden und nicht immer nur geprüft werden. Ich kann ihn teilweise verstehen.

Wann werden Lehrer endlich vernünftig ausgebildet und wann werden Sie überhaupt erst als Lehrer zugelassen, wenn sie unter Beweis gestellt haben, dass sie über die m.E. wichtigsten Fähigkeiten verfügen, nämlich Herz, Einfühlundsvermögen und Diagnosefähigkeit?

Ich habe immer nur den Eindruck, dass Lehrer ihre Ruhe haben wollen - und am liebsten genormte Kinder, die wenig Arbeit machen.

Viele Grüße
Erika
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In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und abgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz natürlicher Zustand.

(A. Jean Ayres)
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