Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V.
www.emgs.de
 

Der Verein von Eltern für Eltern

Das Schreiben von Beiträgen ist nur registrierten Usern gestattet

Elterninitiative-Startseite

 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Hochbegabung als Risikofaktor für frühkindliche Störungen?

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht -> Probleme bei Hochbegabung
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
rosaria



Anmeldedatum: 27.06.2006
Beiträge: 35
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 02.02.2007, 09:20    Titel: Hochbegabung als Risikofaktor für frühkindliche Störungen? Antworten mit Zitat

oder auch:

ADHS = psychosoziale Integrationsstörung?

Was hier alles in einen Topf geworfen wird nachdem in Frankfurt eine Studie an 500 Kindern erstellt wurde, ist hier nachzulesen:

http://www.taz.de/pt/2007/02/02/a0118.1/text

Wozu erstellt man eine Studie, wenn man hinterher statt zu einem differenzierten Ergebnis zu kommen alles wieder zu einem Einheitsbrei verarbeitet?

fragt sich

rosaria
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Doris Carnap
Moderatorin


Anmeldedatum: 18.01.2006
Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 02.02.2007, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rosaria,

die Frankfurter Rundschau hat einen Artikel über diese Studie auf der ersten Seite:

Zitat:
Studie

Prävention im Kindergarten hilft gegen Gewalt
Gewaltprävention ist schon im Kindergarten sinnvoll und nötig. Das ist das Ergebnis einer Studie des Frankfurter Sigmund-Freud-Instituts mit 800 Kindern.
VON MARTIN MÜLLER-BIALON

mmer mehr Kinder sind aggressiv oder zappelig. Und immer mehr hyperaktive Kinder erhalten das Medikament Ritalin - allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Verschreibungen um das 270fache gestiegen. Bundesweit werden mit dem Mittel bereits 150 000 Kinder behandelt.

Dabei ginge es auch ohne. Das jedenfalls behauptet die Professorin Marianne Leuzinger-Bohleber. Die Psychoanalytikerin vom Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt am Main leitete eine Feldstudie mit knapp 800 Kindergartenkindern. Das Ergebnis der "Frankfurter Präventionsstudie" ist ebenso repräsentativ wie signifikant: Aggressives oder störendes Verhalten von Kindern lässt sich mit "präventiven" Maßnahmen - also ohne Medikamente - positiv verändern.

Zwei Jahre lang bot ein Team von Psychologen und Pädagogen an 14 Kindertagesstätten in Frankfurt das komplette Programm gewaltvorbeugender Maßnahmen an: Kinder wurden therapiert, Eltern beraten, Erzieherinnen fortgebildet. Zudem durchliefen die Kinder das Anti-Gewalt-Programm "Faust-Los". An weiteren 14 Kitas lief alles wie gewohnt weiter.

"Die statistische Auswertung der Daten hat ergeben, dass die Aggressivität in der Projektgruppe signifikant abnimmt, in der Vergleichsgruppe aber nicht", berichtete Professorin Leuzinger-Bohleber am Donnerstag in Frankfurt am Main. An der Studie wirkten auch Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und München mit. Die 280 000 Euro teure Studie wurde von mehreren Stiftungen finanziert.

Als besonders ermutigend bewerten die Forscher, dass das präventive Programm bei den extrem auffälligen Kindern besonders gut angeschlagen hat. 17 Kinder wurden während der Studie einzeltherapeutisch betreut.

Geografische Häufungen

Diese Kinder werden gemeinhin von Kinderärzten mit dem Stempel ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom) versehen. Folge ist häufig die Verschreibung der Psychostimulanz Ritalin. Wobei den Wissenschaftlern um Professorin Leuzinger-Bohleber geografische Häufungen von Ritalin auffielen. "30 Prozent des bundesweiten Aufkommens werden von 66 Kinderärzten verschrieben." Die Wissenschaftlerin glaubt, dass die pharmazeutische Hilfe den Kindern auf Dauer nichts nützt. "Es nimmt ihnen die Chance, mit ihrem eigenen Schicksal umzugehen."

Nötig seien stattdessen "ganzheitliche" Maßnahmen schon im Vorschulalter. Unter anderem boten die Forscher den Kita-Teams Supervision an - für die Erzieherinnen eine völlig neue Erfahrung. Die Pädagogen suchten auch den Kontakt zu den Eltern.

Das Bildungsdezernat in Frankfurt kündigte als Sofortmaßnahme kita-übergreifende Elternabende an - etwa zu Themen wie Sprachförderung. Zudem soll mehr in die Fortbildung der Erzieherinnen investiert werden. Das Forscherteam will nun in einem Folgeprojekt die spezifische Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen überprüfen.
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1064351


Marianne Leuzinger-Bohleber hat im letzten Jahr ein Buch heraus gebracht mit dem Titel "ADS, Frühprävention statt Medikalisierung" Amazon
und in der Zeit gab es einen ausführlichen Artikel bereits im August darüber: http://zeus.zeit.de/text/2006/33/st-Unruhige-Kinder

Doris
_________________
"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Elterninitiative gegen Mobbing und Gewalt an Schulen (EMGS) e.V. Foren-Übersicht -> Probleme bei Hochbegabung Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Sie können keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Sie können auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Sie können Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Sie können an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de