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Dissoziierte Intelligenz
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claudia



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BeitragVerfasst am: 24.05.2007, 10:50    Titel: Dissoziierte Intelligenz Antworten mit Zitat

Hallo, bei der Suche von Informationen über Dissoziierte Intelligenz bin ich auf dieses Forum gestoßen. Unser Sohn ist 8 Jahre, hat nachweislich einen sprachlichen IQ von über 140 und im Handlungs-IQ ca. 110, was normal ist. Man spricht hier von dissoziierter Intelligenz, da die Differenz über 15% Punkte liegt. Er wird in der Schule gemobbt etc..., mal mehr mal weniger. Wir haben mit der Lehrerin schon versucht zu reden, jedoch nur die Antwort erhalten, dass wenn solch ein hoher IQ da ist, er wohl auf eine andere Schule sollte.... etc. Mit dem Rektor haben wir demnächst ein Gespräch. Wer hat Erfahrung mit diesem Thema, bzw. Informationen, damit wir vorbereitet sind. Claudia
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 26.05.2007, 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

dein Sohn besucht eine Grundschule und wird von den Mitschülern gemobbt. Hier noch einige Fragen, damit ich die Situation besser einschätzen kann:

Warum meinst du, wird dein Sohn von seinen Mitschülern gemobbt? Wie verhält sich die Lehrerin gegenüber den Mobbern? Welche Mitverantwortung trägt die Lehrein am Verhalten der Mitschüler? Siehst du einen Zusammenhang mit den auseindergehenden Fähigkeiten im Verbal- und Handlungsbereich? Was am Verhalten deines Sohnes ist auffallend abweichend vom Durchschnitt seiner Klassenkameraden? Ist es seine besondere Ausdrucksweise z.B.? Wie sind seine Schulleistungen / Noten? Was war Anlass für die Testung? Wie ist sein Selbstwertgefühl?

Doris
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claudia



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BeitragVerfasst am: 28.05.2007, 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris, unser Sohn besucht eine kleine Grundschule mit nur vier Klassen. In unserem Dorf kennt Jeder - Jeden. Wir sind in dieses Dorf vor 6 Jahren gezogen. Schon im Kindergarten hatte unser Sohn Probleme, da er jedoch einen Freund fand, zeigten sich die Probleme nur teilweise. Der Freund ist nun auch mit ihm in der Schule, unser Sohn meint aber, dass der nicht mehr sein bester Freund ist, da er ihn sehr verletzt hat. Unser Sohn ist sehr sensibel und wenn er sehr verletzt wird, weint er. In der Schule meinten die Kinder auch schon, er weiß immer alles besser. Jetzt ist er ruhig und versucht so zu sein wie die anderen Kinder. Er hat aber keine Freude am Raufen, etc. Er erzählte mir, dass er sich versteckt, wenn er weinen muss, damit das die anderen nicht sehen. In der Schule, jetzt geht er in die 3. Klasse gehört er zu den Schülern, welche schnell begreifen. Nur mit Deutsch hat er etwas Probleme. LRS hat er nicht, er analysiert die Dinge und möchte so auch alles erklärt bekommen. Die Zeit nehmen sich die Lehrer hierfür nicht, das mache ich dann zu Hause. Seine Lehrer waren bisher der Meinung, dass unser Sohn das Problem sei. Jetzt nach der Testung und dem Ergebnis scheinen sie aufgeschlossener, die erste Reaktion einer Lehrerin war jedoch, ja - dann wird er wohl die Schule wechseln müssen, wenn er zu den Hochbegabten gehört. Anlass für die Testung war, dass unser Sohn im Unterricht gespielt hat usw. Die Lehrerin meinte, dass unser Sohn ADS haben soll. Er wurde immer ermahnt.....Unser Kinderarzt und wir waren aber nicht der Meinung, denn wir wissen wie er ist. Also d.h. inwieweit die Lehrer die Ursache für das Mobbing sind, kann ich nur vermuten. Ein Junge in der Klasse gehört zu den Mobbern, dessen Eltern haben engen Kontakt zu den Lehrern. Vor ein paar Tagen ist mir dann der Kragen geplatzt. Ich habe die Gruppe von Klassenkameraden meines Sohnes zusammengestaucht, da ich zufällig alles mitbekommen habe. Die Mutter des Mobbers hat mich dann angerufen und wollte mich zur Rechenschaft ziehen. Die Dinge welche ihr Sohn macht haben sie nicht interessiert. Nun geht diese Angelegenheit über den Elternbeirat. Der steht auf meiner Seite, da dieser den Mobber/ Eltern gut kennt und auch seine Demütigungen anderen gegenüber. Da ich am Anfang dieser Auseinandersetzungen stehe, suche ich nach Informationen um uns zu schützen. Dies ist nur ein kleiner Teil der Geschehnisse......
Claudia
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 28.05.2007, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

die Lehrer meinen, dass euer Sohn das Problem sei, weil er nicht ?normal? ist. Mit den Ergebnis des IQ - Test haben sie nun die Bestätigung. Er ist nicht ?normal durchschnittlich? begabt, sondern hat ausgeprägte Stärken und die fallen auch auf und vielleicht auch einige Schwächen. Auffallend ist seine hohe Sensibilität. Hast du meinen Beitrag ?Hochbegabt und hochsensibel? schon gelesen? http://www.emgs.de/forum-emgs/viewt....;highlight=sensibilit%E4t

Wenn ein Kind noch nicht Mal von den Lehrern in seiner Unterschiedlichkeit akzeptiert wird, wie soll es dann von den Mitschülern akzeptiert werden? Kinder bestrafen gnadenlos alles abweichende Verhalten bei anderen Kindern, das hatte sicher in der Steinzeit auch seinen Sinn, heute aber nur noch sehr eingeschränkt. Deswegen solltest du bei den kindlichen Mobbern nachsichtig sein. In dörflicher Umgebung fällt abweichendes Verhalten wesentlich stärker auf, als in einer Stadt. Wie seid ihr als Familie ins Dorfleben integriert? Die Eltern der Mobber wissen es nicht besser und werden ihre Kinder zuerst mal schützen wollen, schnell kann es zu einer Frontenbildung kommen.

Als Lehrer arbeitende Erwachsene sollten allerdings über etwas mehr Know-how verfügen. Ein Kind, das mehr weiß und sich besser ausdrücken kann, schneller begreift, alles analysiert und auch hinterfragt. sollte für Lehrer doch eine positive Herausforderung bedeuten. In der Praxis sind die Kinder ein Problem, sie sind lästig, man sucht den Fehler bei den Kindern, vermutet ADS. Nach dem Test sollte sich das Verhalten der Lehrer grundlegend ändern. Die Lehrerin, die empfiehlt das Kind auf eine andere Schule zu schicken, macht es sich etwas zu einfach. Sie sollte sich die aktuellen Bildungspläne von Baden- Württemberg ansehen, um zur Kenntnis zu nehmen welchen Auftrag sie im Umgang mit besonders befähigten Kindern hat!
Zitat:
?Förderung von besonders befähigten Kindern
Der Bildungsplan sieht die vorrangige Aufgabe der Grundschule darin, "jedes Kind individuell zu fördern ... Ergänzende Lernangebote können alle KInder zusätzlich herausfordern. Fördern heißt aber auch, durch unterschiedliche Inhalte und Verfahren besondere Interessen und Fähigkeiten zu berücksichtigen. Besonders charakteristisch für den Unterricht in der Grundschule sind Arbeitsformen und Maßnahmen der inneren Differnzierung. Sie setzen voraus, dass Lehrerinnen und Lehrer den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder kennen und individuelle Lernprozesse genau beobachten". Die Bildungspläne der Grundschule betonen selbstständigkeitsfördernde Lern- und Arbeitsformenund bieten auch besonders befähigten Schülerinnen und Schülern Herausforderungen, z.B. beim freien Arbeiten, projektorientierten Lernen, bei Projekttagen - klassenintern oder klassenübergreifend. Auch beim Wochenplanunterricht und beim Stationenlernen, "Freies Arbeiten ermöglicht den Kindern, selbstständig und verantwortlich mit Hilfe vorbereiteter oder von ihnen selbst eingebrachter Materialien zu lernen und Aufgaben zu erfüllen. Dabei können die KInder auch Ziele selbst setzen" (Bildungsplan Grundschule, S.12). In vielen Grundschule gehörte die "multimediale Lernumgebung" bereits zum Alltag.
Neben den vielfältigen Möglichkeiten der Förderung und Forderung durch innere Differenzierungsmaßnahmen, sind in manchmal auch äußere Differenzierungsmaßnahmen notwendig. Die veränderte Schuleingangsstufe biete hier auch die Möglichkeit der direkten Einschulung in Klasse 2. Ein Überspringen von Klassen ist möglich. http://www.kultusministerium.baden-..../vielfalt/hochbegabte.htm

Und hier auch noch ein Link zu den Bildungsplänen für die Grundschule http://www.bildung-staerkt-menschen....e_Bildungsplan_Gesamt.pdf

Jetzt ist erst mal die Schule dran, dir Vorschläge zur Problemlösung zu machen.

Du schreibst, dein Sohn habe mit Deutsch Probleme, kannst du die Probleme noch etwas näher beschreiben? Und auch noch eine Frage zum Handlungs- IQ, wie waren die einzelnen Werte, gab es da Ausreißer oder waren die Werte homogen?

Doris
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claudia



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BeitragVerfasst am: 29.05.2007, 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,
ich habe den Artikel gelesen. Auf Grund meiner eigenen Struktur finde ich auch mich darin wieder. Ich möchte meinem Sohn, der vermutlich ähnliche Erfahrungen wie ich machen wird/ gemacht hat, zur Seite stehen- bei mir war leider niemand da und ich musste einen Umweg machen. D.h. bis ich bereit war, mich zu akzeptieren wie ich bin.
Hier im Dorf haben wir uns zurückgezogen. Wir pflegen zu einigen wenigen Kontakt. Unser Sohn geht in eine Jugendgruppe im Dorf und außerhalb des Dorfes ins Karate.
Die Eltern des Mobbers sind beide Ärzte. Für mich auch verständlich, dass Eltern ihre Kinder schützen - auch ich schütze mein Kind, bringe ihm aber bei, dass das was er tut Konsequenzen hat.
Vielen Dank für die Infos....- sie bringen mich weiter.
Wir warten noch auf die schriftliche Bestätigung der mündlichen Diagnose. Genauere Werte haben wir noch nicht.
Unser Sohn wurde früher eingeschult.
In der 2. Klasse blockierte er im Unterricht. Wir gingen mit der damaligen Klassenlehrerin zur Schulpsychologischen Beratungsstelle. Dort meinte die Psychologin zur Lehrerin, dass sie dem Kind mehr zutrauen soll. Danach war er anscheinend unauffälliger. Die Problematik tauchte erst wieder auf, als er neue Lehrer bekam und seine alte Klassenlehrerin behauptete, dass er in der Schulpsychologischen Beratungsstelle mehrere Stunden Therapie hatte. Was nicht stimmte-die folgenden Lehrer wurden auf eine falsche Fährte gesetzt, das Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeihung kam zum Tragen. Ich habe mich daraufhin an die Schulleitung gewendet und auf Richtigstellung bestanden.
In der letzten Zeit (3-4 Wochen) muss sich in der Klasse einiges verbessert haben. Doch wie erwähnt, dieser eine Mobber versucht wieder gegen unseren Sohn zu arbeiten. Die Klassenlehrerin signalisierte, dass sie unseren Sohn gerne mit ins Landschulheim nehmen möchte. Ihrer Meinung nach hat sie nun einen besseren Draht zu ihm. Wir werden sehen--- unser Sohn möchte auch gerne mit.
Im Augenblick hängen wir etwas und werden wohl die Pfingsferien genießen um auf andere Gedanken zu kommen. Vielen Dank noch mal.
Am 06. Juni 07 haben wir einen Termin bei dem Psychologen, der unseren Sohn getestet hat, um dort Lösungsansätze zu erhalten.
Claudia
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 31.05.2007, 15:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

"Die Problematik tauchte erst wieder auf, als er neue Lehrer bekam und seine alte Klassenlehrerin behauptete, dass er in der Schulpsychologischen Beratungsstelle mehrere Stunden Therapie hatte.Was nicht stimmte-die folgenden Lehrer wurden auf eine falsche Fährte gesetzt, das Prinzip der sich selbst erfüllenden Prophezeihung kam zum Tragen. Ich habe mich daraufhin an die Schulleitung gewendet und auf Richtigstellung bestanden. "

Da fragt man sich was Gerede der Lehrerin soll! Von keiner Kenntnis über Sich-selbst-erfüllende Prohezeiungen getrübt, hat sie wahrscheinlich ihre laienhaften Gedanken zum Besten gegeben.

"Die Klassenlehrerin signalisierte, dass sie unseren Sohn gerne mit ins Landschulheim nehmen möchte."

Warum sollte er von der Mitfahrt ins Landschulheim ausgeschlosen werden?

"Am 06. Juni 07 haben wir einen Termin bei dem Psychologen, der unseren Sohn getestet hat, um dort Lösungsansätze zu erhalten."

Ich bin gespannt welche Lösungsansätze der Psychologe hat, vielleicht berichtest du noch mal.

Kannst du vielleicht auch noch mal etwas zur Deutsch Problematik und zu den Werten des Handlungs IQ schreiben?

Doris
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claudia



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BeitragVerfasst am: 31.05.2007, 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Doris,
die neue Klassenlehrerin hat zwar bemerkt, dass Jan nicht das auf dem Papier in der Klasse macht, was er verbal äußert. Sie hat ihm aber nicht geholfen, d.h. keine kleinen Anstöße gegeben, seine Gedanken auf´s Papier zu bringen. Er braucht manchesmal einen kleinen Ansatz um gerade in Deutsch zu beginnen. Ich habe das dann versucht mit ihm zu Hause zu erarbeiten, was mir auch zum größten Teil gelang.
In Mathe fällt im alles leichter. Obwohl er ja gerade in der sprachlichen Bewertung die Obergrenze gesprengt hat.
Dies sind die verbalen Äußerungen des Psychologen, näheres wenn wir die Ergebnisse schriftlich haben.
Ein anderes Problem war jedoch, dass er viel geweint hat und auch irgentwann vor Wut auf den Boden stampfte. Es wurde nicht hinterfragt, was er hat, oder was geschehen ist.
Er wurde alleine gelassen mit seinen Sorgen und Nöten.
Zu Hause erzählte er mir dann immer, was geschehen ist.
Das Problem war, dass er ausgegrenzt wurde, was sich in vielen Verhaltensweisen der Klassenkameraden zeigte. Heute weiß ich, daß dies durch die eine Lehrerin vermutlich verursacht wurde.
Er ist nicht wie die anderen Kinder in den ortsansässigen Vereinen, die haben ein richtiges Geklüngel.
Die Lehrer meinten, dass das kein altersensprechendes Verhalten sei......, er war hilflos und wußte nicht mehr wie er sich bemerkbar machen soll. Es gab wie gesagt viele Dinge die geschehen sind.
Die Krönung war dann die Sache mit dem ADS---!
In der Zwischenzeit hatte ich mich dann auch einmal in einem kleinen Artikel an die Schulaufsichtsbehörde gewendet.
Ich habe mich dort ausgelassen über die Problematik Elterninitiativen an Schulen, der Erwartungshaltung mancher Lehrer und den Auswirkungen. Anlass für mich war ein Artikel in der Zeitung über eine Schule im Kreis Pforzheim, in welcher die Rektorin als beste Schule Deutschlands gelten will. Diese Schule ist mir bekannt, da ich früher dort zur Schule ging und meine Nichten und Neffen dort sind oder waren. Die Eltern und Kinder machen jedoch zu Hause eine nicht unbeachtliche Menge an Lernstoff, in Form von Jahresabeiten.....etc.
Die Besten waren dann die, wo die Eltern viel Zeit aufbringen konnten, um mit ihren Kindern den Stoff zu bewältigen. Für mich Schule falsch verstanden, denn was wird dann in der Schule gemacht.
An der Schule in unserem Dorf, wurde den Kindern im Unterricht das Sprechen verboten. Ist vielleicht richtig, vielleicht auch nicht. Anstoß habe ich deshalb genommen, weil unsere Schule sich als sprachlich orientierte Schule in der Öffentlichkeit darstellt und sich sogar einen Namen geben will, welcher sich an einem großen Schriftsteller o.ä. orientiert. Schrift und Sprache sind für mich eins, dass dann das Sprechen verboten wird, für mich nicht einsichtig.
Denn es gab Zeiten, in welchen richtiges Palaver abgehalten wurde, nur um neue Erkenntnisse zu erlangen. Dass ich mich diesbezüglich etwas hinausgelehnt habe kann sein, denn daraufhin wurden wir fast geächtet.
Das mit dem Landschulheim kam von mir, da ich mir nicht sicher war, ob ich ihm mehr schade als nutze.
Mehr nach unserem neuen Termin bei dem Psychologen.

Claudia
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 01.06.2007, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,

ich habe einen mittlerweile 14jährigen Sohn mit dem gleichen Problem - nur beträgt der Unterschied zwischen Verbalteil und Handlungsteil gleich 50 Punkte! (getestet von der SchuPsy höchstpersönlich). VT = 131 / HT = 81 - also ein Kind, was sowohl hochbegabt als auch lernbehindert ist.
Seine damalige Schule war in keiner Weise bereit, ihm irgendwie weiterzuhelfen, eigentlich wollten sie ihn nur loswerden und mich sowieso, da ich darauf bestehen musste, das seine Interessen beachtet werden.

Ergebnis heute: Durch den glücklichen Umstand eines gerade freien Platzes besucht er seit 19 Monaten eine private Schule, die alle Abschlüsse anbietet.

Er hat keine Schulprobleme mehr, geht inzwischen ausgesprochen gerne zur Schule, hat einen Haufen guter Freunde (und einen allerbesten Freund, mit dem er STUNDEN telefoniert)

Mein kleiner Sohn, 12, muss sich wg. voller Klasse an eben dieser Privatschule leider weiterhin an einem Regelgym. herumquälen. Er hat einen VT von 144 und einen HT von 126 - z.Zt. wg. einem Jahr ohne Schule sonderpäd. Förderung zusätzlich (ist hilfreich, weil alle LehrerLügen durch Dritte zweifelsfrei dokumentiert werden!)

Daraus folgt: Schau dich beizeiten nach einer privaten Alternative um!

LG momo
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claudia



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BeitragVerfasst am: 02.06.2007, 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Momo,
laut mündlicher Äußerung des Psychologen in der Kinderklinik Maulbronn ist bei unserem Sohn auch ein hoher Unterschied zwischen Handlungsteil und Verbalteil. Ich kann aber leider die genaue Punktzahl noch nicht nennen, er meinte jedoch ca. 40 Punkte. Er schreibt keine schlechten Noten in der Schule, da ich mit ihm alles aufarbeite. Meine erste Berufsausbildung war Heilerziehungspflegerin, da habe ich mir mit ihm verschiedene Strategien ausgedacht. Nicht ich alleine, da er immer eingebunden sein will.
Nur meinen Beruf als Innenarchitektin kann ich leider nicht ausüben, denn er fordert mich zeitweise sehr.
Ich finde bisher die Lehrer zeitweise problematisch. Anders sein verursacht einfach Ängste, mit welchen viele Menschen nicht umgehen können.
Viel schlimmer sind die Mitschüler und die Eltern, wo ich mir echte Beleidigungen anhören muss.
Ich bin nicht bereit so ohne weiteres das Feld zu räumen, denn auch wir haben das Recht hier im Ort die Möglichkeiten zu nutzen. Bisher leidet unser Sohn noch nicht so. Wir versuchen mit ihm verschiedene Sachen zu machen, welche ihm zeigen wie schön es sein kann, etwas alleine zu unternehmen.
Es gibt erst ab der 5. Klasse eine Schule, wo solche Kinder gefördert werden.
Es gibt auch eine private Schule, welche sich an der Waldorfschule orientiert, wir waren schon bei zwei Veranstaltungen und sind nicht so von der Struktur überzeugt. Unser Sohn fühlte sich dort nicht wohl, obwohl er Neuem gegenüber immer aufgeschlossen ist.
Wir versuchten ihn auch schon in Vereine zu bringen, doch immer das GLEICHE..... Was für einen Sport machen denn deine Kinder? Unser Sohn macht Karate, blockiert aber momentan. Nach den Ferien sollte er wieder weiter machen. Mal sehn.
Grüsse Claudia
PS was heißt LehrerLügen??
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Momo86
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BeitragVerfasst am: 03.06.2007, 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lehrerlügen sind 1.Behauptungen durch Lehrer, die nicht stimmen (bin so oft angelogen worden, dass ich es nicht mehr zählen kann)
2. das Nichteinhalten von Vereinbarungen und Absprachen, die sogar schrftl. und mit Zeugen festgehalten wurden, durch Lehrer -> hier speziell nun den Förderbedarf meines jüngeren Sohnes betreffend.

Neueste Lüge war: Der LRS-Erlass gelte nicht für die 6.Klasse. (Aussage der KL den Rektor zitierend). Stimmt nicht. Habe ich dann direkt bei der Beauftragten des MK erfragt, die mir nochmals bestätigt hat, dass und welche Möglichkeiten es gibt....

Wir führen etwa alle 4-6 Wo. eine Art "Besprechung" in der Schule, wir, d..h.: KL, Fachlehrer, Sonderpädagoge (der voll hinter meinem Sohn steht), evtl. Soz.Päd., ich .

Da werden dann bestimmte Absprachen für die Zukunft getroffen, die dann die Schule z.T. NICHT (oder erst nach wiederholter Aufforderung!) einhält ....

Tja. Sie haben allerdings das Pech, dass dieses klare Fehlverhalten nun dokumentiert wird, u.a. durch den Sonderpädagogen, der von einer anderen Schule stundenweise abgeordnet ist... Vorher hat man mich immer ohne Zeugen anlügen können - das funktioniert nun so nicht mehr!

=======================================
Sport: Der Ältere macht Ju-Jitsu, hat aber erst Zeit dafür, seit er eine private Schule besucht. Er ist da inzwischen sehr erfolgreich, hat nun auch den Papa da mit eingebunden, geht 2-3 Mal wöchentlich zum Training.

Der Kleine fängt ab morgen mit dem Reiten an (er war über Pfingsten mit mir in einem Reitbetrieb zu Gast und hatte dort schon 4 schöne Einzelstunden). Ich habe nun mit Suchen hier einen Reitbetrieb gefunden, der eine Jungsgruppe anbietet und Pferde wie Reitschüler anständig behandelt.
Ich selbst werde wohl auch weiterreiten (nach vielen Jahren Pause).
Bisher war der Kleine auch immer der Ansicht, Reiten sei nur was für Mädels und Schwuletten - aber sein wirklich bemerkenswerter 21jähriger Reitlehrer auf dem Ferienhof hat ihn vom Gegenteil überzeugt...- und natürlich Mondeo, sein "Ferienpferd", ein bildhübscher, langmähniger Schimmelwallach... Wink

LG Momo
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 03.06.2007, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Momo,
Zitat:
Neueste Lüge war: Der LRS-Erlass gelte nicht für die 6.Klasse. (Aussage der KL den Rektor zitierend). Stimmt nicht. Habe ich dann direkt bei der Beauftragten des MK erfragt, die mir nochmals bestätigt hat, dass und welche Möglichkeiten es gibt...


Meinst du der Lehrerin war bekannt, dass die Förderung auch ab Klasse 6 gilt und man hat dir bewußt die Unwahrheit gesagt? Oder handelte es sich da eher um eine Aussage aus Unkenntnis über die Gesetzeslage? Das passiert doch häufig: Man kennt den Text der Verordnung nicht und verlässt sich auf die Interpretation von Kollegen, die ihn zu kennen vorgeben.

Kannst du mal darüber berichten, wie der Vertreter des Kultusministerium die Möglichkeiten beschrieben hat, das ist vielleicht auch für andere Betroffene interessant.

Doris
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BeitragVerfasst am: 03.06.2007, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zitat:
Neueste Lüge war: Der LRS-Erlass gelte nicht für die 6.Klasse. (Aussage der KL den Rektor zitierend). Stimmt nicht. Habe ich dann direkt bei der Beauftragten des MK erfragt, die mir nochmals bestätigt hat, dass und welche Möglichkeiten es gibt...


Der Text war mit Sicherheit bekannt. Zum einen hatte ich denen die Quelle geschickt, zum anderen war das Thema betr. mein Sohn Gegenstand einer Dienstbesprechung.

Die Beauftragte des MK schlug u.a. eine Verlängerung der Arbeitszeit vor und/oder eine Aussetzung der RS-Note und/oder mdl. Prfg. bei Fremdsprachen (bzw. anderer Bewertungsindex für Fremdsprachen) und/oder Hilfsmittel wie Laptop - alles Dinge, die ohnehin im Erlass stehen.

Ich hatte das Ganze jetzt abermals an die Schule geschickt (schon 10 Tage her), zusätzlich dem Sonderpädagogen aufgetragen. Von der Schule bisher ohne jede Rückantwort, aber das ist nichts Neues.

LG Momo
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BeitragVerfasst am: 03.06.2007, 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Schule versucht es mit "Ignoranz" .... Das hat "Methode". Es ist nicht möglich, die Lehrer anzurufen... Allenfalls kann man in der Schule anrufen und um Rückruf bitten. Wenn man Glück hat, klappt es irgendwann...

Sie haben allerdings eine mail-Liste... Daraus könnte man entnehmen, dass man der betr. Person eine Nachricht schicken darf, wenn' s brennt...

Meine Erfahrung: Es klappt nur mit einer der Lehrer gut. Alle anderen schicken im Regelfall nicht mal eine Lesebestätigung geschweige denn eine Antwort auf eine Frage.

Später können sie dann behaupten, von nichts gewusst zu haben...- nun ja=> sie könnten, allerdings nicht in unserem Fall, da von jedem meiner Schriftstücke immer ein Kopie an andere Beteiligte geht - beweisbar eben. Nicht weil mir das soviel Spaß macht, sondern weil es die einzige Möglichkeit ist zu beweisen, dass ich jedenfall an Zusammenarbeit interessiert bin...

An der vorigen Schule hatte mir doch glattweg der Rektor im nachhinein vorgehalten, ich hätte doch keine Unterstützung beantragt... So ein dreckiger Lügner! Ein Glück, dass ich ALLE mails an ihn gespeichert hatte und vorlegen konnte.


Hier nun wird ein Rektor hoffentlich nicht mal auf den Gedanken kommen, so etwas auch nur zu äußern...

Ich meinerseits kann allerdings belegen, dass die Schule selbst und trotz des sonderpäd. Status berechtigte Anfragen einfach nicht beantwortet => aussitzt.

Momo
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claudia



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BeitragVerfasst am: 04.06.2007, 07:47    Titel: Antworten mit Zitat

Mir wird ja äußerst mulmig, wenn ich so etwas höre.
Ich hoffe, dass wenn nun der Rektor eingeschaltet wird, die Informationen/Abwicklung über den Kinderarzt und auch über die Schulpsychologische Beratungsstelle laufen, --- dann kann sich keiner vor der Verantwortung drücken.
In der Vergangenheit gab es die Situation, dass durch eine Lehrerin eine Lüge verbreitet wurde. Da habe ich mich an den Direktor gewendet, aber nur schriftlich. Er wollte alles mündlich klären, ich bin einfach nicht ans Telefon, als ich die Nummer der Schule auf dem Telefondisplay gesehen habe. So habe ich etwas in der Hand.
Wer schreibt, der bleibt.
Leider habe ich den Glauben an das Gute im Menschen vergraben.

Claudia

P.S. Ich bin der Meinung, das ständige mein Kind ist da nicht normal ist völlig überflüssig. Warum wird den Kindern nicht die Zeit gelassen, sich zu entwickeln--- ihrer Natur entsprechend.
Druck erzeugt Gegendruck!!! Wieso können Menschen (in diesem Fall die Lehrer) in solch einer brutalen Weise auf Kinder einwirken?? Ihnen muß doch klar sein, dass die Natur nicht ausgetrickst werden kann.
Auch wenn sie es gut meinen, aber nichts gutes dabei herauskommt, dann ist unser Schulsystem in dieser Art und Weise doch überflüssig.
Eine Institution welche so ausgrenzt, etc. schadet unserer Gesellschaft mehr, als dass sie nutzt!!!!!!!!!
Nicht vordergründig, sondern auf lange Sicht gesehen. Nicht nur vom Wissen, sondern von der Entwicklung zu einem mündigen, demokratischen Bürger und der Bereitschaft der Einzelnen Verantwortung zu übernehmen.
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 05.06.2007, 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudia,
Zitat:
P.S. Ich bin der Meinung, das ständige mein Kind ist da nicht normal ist völlig überflüssig. Warum wird den Kindern nicht die Zeit gelassen, sich zu entwickeln--- ihrer Natur entsprechend.
Druck erzeugt Gegendruck!!! Wieso können Menschen (in diesem Fall die Lehrer) in solch einer brutalen Weise auf Kinder einwirken?? Ihnen muß doch klar sein, dass die Natur nicht ausgetrickst werden kann.
Auch wenn sie es gut meinen, aber nichts gutes dabei herauskommt, dann ist unser Schulsystem in dieser Art und Weise doch überflüssig.
Eine Institution welche so ausgrenzt, etc. schadet unserer Gesellschaft mehr, als dass sie nutzt!!!!!!!!!
Nicht vordergründig, sondern auf lange Sicht gesehen. Nicht nur vom Wissen, sondern von der Entwicklung zu einem mündigen, demokratischen Bürger und der Bereitschaft der Einzelnen Verantwortung zu übernehmen.

Das sehe ich auch so.

Doris
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