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Rainer Domisch - Kultusministerkandidat der hessischen SPD

 
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 07.09.2007, 07:15    Titel: Rainer Domisch - Kultusministerkandidat der hessischen SPD Antworten mit Zitat

Hallo,

es gibt ja immer Überraschungen!
Zitat:
Portrait Rainer Domisch
Schatten-Kultusminister mit Finnland-Erfahrung
Hessens Sozialdemokraten haben einen Coup gelandet. Sie haben einen parteilosen Experten aus Finnland als Schatten-Kultusminister gewonnen. Dem Land, das bei der Pisa-Studie an Platz eins landete.
Von Christoph Hickmann

Karin Wolff hat er auch schon empfangen, und Rainer Domisch erinnert sich, mit der hessischen CDU-Kultusministerin "sehr angenehme und positive Gespräche? geführt zu haben. Das wäre an sich nicht weiter erwähnenswert, hat Domisch doch in Finnland bereits Politiker vieler Parteien getroffen, die sich am Ort über das hochgelobte Bildungssystem des Landes informieren wollten. Edmund Stoiber zum Beispiel war ebenfalls schon da, doch der Besuch von Karin Wolff hat aus heutiger Perspektive eine ganz besondere Note: Domisch ist seit dem Wochenende ihr politischer Gegner, die hessische SPD hat ihn als Schatten-Kultusminister vorgestellt. Gewinnen die Sozialdemokraten die Landtagswahl im Januar, soll er Wolffs Ressort übernehmen.

Als politische Gegnerin würde er Wolff deshalb allerdings nie bezeichnen, dazu ist er viel zu wenig Politiker. Genau genommen, ist Domisch überhaupt kein Politiker. Der 61-Jährige gehört keiner Partei an und arbeitet in leitender Funktion bei der obersten finnischen Schulbehörde. Dort ist er für Fortbildung, Schulentwicklung und die Beziehungen zu den deutschsprachigen Ländern verantwortlich. Deren Politiker interessieren sich brennend für Finnlands Schulsystem, seit das Land in der Pisa-Studie, die international die Qualität von Schulsystemen untersuchte, Platz eins belegt hat.

Domisch kennt dieses System schon lange. Mit einer Unterbrechung von zwei Jahren lebt er seit 1979 in Finnland. Geboren in Schwäbisch Hall, heiratete der ehemalige Lehrer für Deutsch und Englisch 1969 eine Finnin und bewarb sich ein Jahrzehnt später an der Deutschen Schule in Helsinki. Von dort aus kümmerte er sich bald um die Fortbildung deutscher Lehrer im Ausland. Seit 1994 arbeitet er beim finnischen Zentralamt für Unterrichtswesen, in Fachkreisen ist er über Parteigrenzen hinweg anerkannt. Die Aussicht, sein Wissen noch einmal in Deutschland anwenden zu können, weckt in ihm ein "patriotisches Gefühl?.

"Gute Bildungspolitik ist keine Parteipolitik?


Kern seiner Überzeugung ist, dass das gegliederte Schulsystem abgeschafft gehört. In Finnland lernen alle Schüler bis zur neunten Klasse gemeinsam; Lehrer bemühen sich zusammen mit Sozialarbeitern, die Kinder individuell zu fördern. Bis zur fünften Klasse gibt es keine Noten, dennoch sind die Lehrpläne anspruchsvoll. Nur ganz wenige schaffen es nicht bis zum Abschluss.

All das klingt noch überzeugender, wenn Domisch es in seiner bedächtigen Art vorträgt und dazu Sätze sagt wie: "Gute Bildungspolitik ist keine Parteipolitik.? Sich diesen Blick zu bewahren, dürfte für den Vater von vier Kindern in den nächsten Monaten nicht ganz einfach werden. In Hessen ist die schulpolitische Debatte noch immer von den Kampfbegriffen der siebziger Jahre bestimmt.

Vor allem die CDU wettert bei jeder Gelegenheit gegen ?Gleichmacherei? und beschwört das Schreckgespenst der ?Zwangseinheitsschule? herauf ? obwohl das streng gegliederte System selbst in bürgerlichen Kreisen Anhänger verloren hat. Ob Domisch mit dem rauen hessischen Ton umgehen kann, wird sich zeigen. Karin Wolff hat er ja immerhin schon kennengelernt. Und sich gut mit ihr verstanden.

(SZ vom 3.9.2007) http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/artikel/106/130875/

Zitat:
Und die FR dazu:
Finnisches für Hessens Schulen
SPD-Schattenminister kommt aus Helsinki
VON PETER HANACK
Gemeinsames Lernen aller Kinder und Jugendlichen bis zur 9. Klasse, Ganztagsangebote von 7 bis 17 Uhr an allen Schulen und ein weitgehendes Abschaffen des Sitzenbleibens - das sind wesentliche Grundzüge einer Schule, wie sie sich Rainer Domisch wünscht. Und wie sie in Hessen Wirklichkeit werden soll.

Wie die Frankfurter Rundschau erfuhr, will die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti den 61-jährigen Domisch zum Nachfolger von Kultusministerin Karin Wolff (CDU) machen - vorausgesetzt, Ypsilantis SPD gewinnt die Landtagswahl am 27. Januar nächsten Jahres. Öffentlich präsentieren will Ypsilanti ihren Schattenminister am morgigen Samstag.

Rainer Domisch ist mit einer Finnin verheiratet und lebt seit 1979 mit kurzen Unterbrechungen in Finnland. Dort arbeitet er in leitender Funktion bei der obersten Schulbehörde des Landes. Er ist zuständig für die Organisation des Deutsch-Unterrichts an allen finnischen Schulen, ist an mehreren Integrationsprojekten beteiligt und gehört dem Berliner Beirat Gemeinschaftschule an.

Rainer Domisch
Mehr Informationen bei ganztagsschulen.org.
Begonnen hat er seine Tätigkeit in Finnland als Lehrer an der Deutschen Schule in Helsinki, die auch seine vier inzwischen erwachsenen Kinder besuchten.

Domisch ist beim Fachpublikum in Hessen kein Unbekannter. Er hat auf zahlreichen Reisen die Vorzüge des finnischen Bildungssystems vorgestellt und immer wieder deutsche Bildungspolitiker im Land des Pisa-Siegers begrüßt. Politisch allerdings ist der ausgewiesene Bildungsexperte ein unbeschriebenes Blatt, auch einer weiteren Öffentlichkeit ist Domisch nicht bekannt.

Er sei von dem Angebot "sehr überrascht" gewesen, sagte Domisch der FR, freue sich aber sehr über die Chance, an der Weiterentwicklung der hessischen Schullandschaft mitwirken zu dürfen.

Seine Bezüge zu Deutschland seien sehr eng, er habe die Entwicklungen der vergangenen Jahre mit großem Interesse begleitet. Bei den Reformen der Schulen setze er auf den Wunsch von Eltern und Lehrern nach Veränderung, sagte Rainer Domisch.

Porträt: Aus der Finnland-Schule
http://www.fr-online.de/in_und_ausl....k/aktuell/?em_cnt=1203367


Mehr Informationen bei ganztagsschulen.org:
http://www.ganztagsschulen.org/2214.php

Doris
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rosaria



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Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Und diesmal wirklich eine gute und schöne!

Hier habe ich etwas, was wirklich nicht überrascht:

CDU versucht schlechtestes Ergebnis für Karin Wolff zu verheimlichen
Als "Desaster" für die von Ministerpräsident Koch (CDU) zu verantwortende
Schulpolitik der Landesregierung wertet der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag, Tarek Al-Wazir, das Ergebnis von
Kultusministerin Wolff (CDU) bei der heutigen Listenaufstellung. "Mit 294 Ja-
Stimmen hat sie das schlechteste Ergebnis aller Kandidatinnen und Kandidaten
überhaupt erhalten. Vor fünf Jahren wurde sie noch mit 100 Prozent gewählt.
Somit ist sie vom besten zum schlechtesten Ergebnis abgestürzt. In einer
normalen demokratischen Partei wäre diese Stimmenanzahl immer noch ein gutes
Ergebnis, in einer Kaderpartei wie der hessischen CDU steht sie damit kurz vor
dem politischen Exitus. Wenn man zusätzlich bedenkt, wie viele Delegierte sie
mit der geballten Faust in der Tasche gewählt haben, ist ihr Ergebnis um so
trister. Kein Wunder, dass die CDU-Führung versuchte, dieses Ergebnis zu
verheimlichen und es nur auf der Internetseite bekannt gegeben hat."

Damit zeigt sich nach Auffassung der GRÜNEN, dass die Delegierten des
CDU-Parteitags erkannt haben, wie groß das von der CDU-Landesregierung
angerichtete Bildungschaos an den Schulen ist. "Die Delegierten vor Ort werden
täglich mit den Beschwerden von Eltern, Schülern, Lehrern und Vereinen
konfrontiert. Die Wählerinnen und Wähler haben es am 27. Januar 2008 in der
Hand, ihren Unmut über diese CDU-Bildungspolitik deutlich zu machen und sie
abzuwählen", so Tarek Al-Wazir. DIE GRÜNEN werden am kommenden Dienstag eine
landesweite Aktion zum Thema "Schulzeitverkürzung" vorstellen.

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Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne

Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
Mail: gruene@ltg.hessen.de
Web: http://www.gruene-hessen.de


(c) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag

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Petra Litzenburger



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BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 07:59    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Die Delegierten vor Ort werden
täglich mit den Beschwerden von Eltern, Schülern, Lehrern und Vereinen
konfrontiert."


Einer dieser Vereine ist die EMGS!

Wir begleiten gerade einen brisanten Fall in Hessen. Die Beschwerden der Eltern sind weitreichend:

-Mobbing eines 7-jährigen Kindes durch die Lehrerin
-Einsperren in der Turnhalle
-Körperliche Gewalt durch Schlagen des Kindes mit einem Buch
-Ausschluss des Kindes von der Klassenfahrt
-Ausschluss des Kindes von der Schule über Wochen, trotz bestehender Schulpflicht


Frau Kultusministerin Wolff von der CDU ist über die Beschwerden informiert, sieht jedoch offensichtlich keinen Handlungsbedarf. Man hüllt sich in Schweigen.

Erik B. von der EMGS begleitet und beobachtet diesen Fall nunmehr seit Wochen. An Lösungen zum Wohle des Kindes ist weder die Schulleitung, noch die Schulbehörde interessiert.

Aufgrund mehrer anhängiger Verfahren und Dienstaufsichtsbeschwerden können wir zur Zeit nicht mehr Informationen veröffentlichen, aber Herr B. wird diesen Fall zu gegebener Zeit zusammenfassen und berichten. In diesem Bericht wird nicht nur die Kultusministerin Wolff namentlich genannt werden.


Mit freundlichen Grüssen

Petra Litzenburger
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rosaria



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BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wünsche Euch von ganzem Herzem viel Erfolg!

In diesem Sommer lernte ich einen pensionierten Schulleiter kennen. Ich sprach ihn darauf an, welchen Einfluss ein Schulleiter auf "Zustände" innerhalb seiner Schule hat.

Aus seiner Sicht habe der Schulleiter schon einige Möglichkeiten, sei aber auf konkrete Hinweise der Eltern angewiesen. Diese Hinweise dürften aber nicht geflüstert, und schon gar nicht an der falschen Stelle angebracht werden. Es sei vielen Eltern gar nicht bewusst, dass die Schule eine Behörde sei. Wenn es wirklich um Konkretes geht, wenn man wirklich was erreichen will, muss man schriftliche Änträge stellen und bei Untätigkeit sofort die nächste Instanz einschalten. Zur Not Gang vors Gericht.

Diesen langen Atem haben die Eltern nicht: Aus vielerlei Gründen:

diffuse Angst vor der Obrigkeit,

Nichtkennen der Elternrechte,

Abwiegeln und Kleinreden durch Lehrer, Elternvertreter, Schulleiter

fehlende Solidarität anderer Eltern,

intellektuelle Unterlegenheit,

keine Zeit und keine Geld zum Führen eines Rechtsstreits,

und vor allem: Angst um das eigene Kind.


Es ist gut, dass es Vereine wie die EMGS gibt!


rosaria
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rosaria



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BeitragVerfasst am: 09.02.2008, 18:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

ist unser Traum schon ausgeträumt, dass Herr Domisch Kultusminister in Hessen wird?

Oder war alle Mühe umsonst und die Chance geht vorüber?

Seufz!

Was ist aus dem von Dir zitierten "Fall" geworden? Konntet Ihr helfen?

rosaria
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 10.02.2008, 09:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo rosaria,

ganz ausgeträumt ist der Traum noch nicht - ich jedenfalls hoffe noch.

Es ist ja noch ganz ungeklärt, wer genügend Parteien auf seine Seite bekommt, um regieren zu können. Eines erscheint mir aber sicher, Frau Wolff wird nicht mehr dabei sein.

Zu dem Fall: da ist noch nichts entgültig geklärt, aber wir tun unser bestes. Vor allem Erik ist in der Sache aktiv, mittlerweile wird er durch eine Anwältin unterstützt.

Dieser Fall zeigt deutlich die Schwächen des Systems
- überforderte Lehrer
- mangelhafte Schulaufsicht
- Gutachten, die das Papier nicht Wert sind.

Damit sind die meisten Eltern überfordert!

Wie immer die Angelegenheit ausgehen wird, wir werden eine Dokumentation schreiben.

Doris
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Doris Carnap
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BeitragVerfasst am: 13.02.2008, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

jetzt ist es offiziell Karin Wolff geht:
http://www.kultusministerium.hessen....26-2901-be59-2697ccf4e69f

Der Spiegel schreibt dazu:
Zitat:
[...]"Beratungsresistentes Bauernopfer"

Roland Koch (CDU) zollte der Ministerin "Respekt" und dankte ihr für die "erfolgreiche neunjährige Arbeit". Sie habe das hessische Schulwesen erheblich modernisiert, zukunftsfähig gemacht. Neben Wolff will auch Wissenschaftsminister Udo Corts (der mit dem Fanclub) bald sein Amt niederlegen, wie er bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte.

Doris

Warme Abschiedsworte hatten die Gegner der Kultusministerin nicht parat. "Frau Wolff verantwortet eine Bildungspolitik, welche die soziale Auslese dramatisch verschärft hat, sie verantwortet chaotische Reformen", sagte die SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti. Der Rücktritt sei überfällig. Allerdings liege die Verantwortung für die falsche Politik auch bei Koch, der seine Ministerin stets gestützt habe.

Der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn wertete den Rückzug der Ministerin als "Eingeständnis der handwerklichen Fehler". Die Grünen sprachen von einem Bauernopfer, das davon ablenken solle, dass die Regierung Koch insgesamt mit ihrer Politik gescheitert sei.

"Es war klar, dass sie nicht mehr in ihrem Amt bleiben würde", sagte der M. Nagel, Vorsitzender Bildungsgewerkschaft GEW in Hessen. Mit ihrem angekündigten Rücktritt renne sie offene Türen ein. Es sei ja kein Geheimnis, dass Wolffs Bildungspolitik seit Jahren in "die falsche Richtung" gegangen sei, erklärte Nagel. Die Kultusministerin habe sich zunehmend "beratungsresistent" gezeigt, kritische Stimmen ignoriert und "gegen die Betroffenen" gehandelt. Vor wenigen Tagen war Wolff auch aus dem Philologenverband ausgetreten, was dort kein erkennbares Bedauern auslöste.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,534982,00.html


Doris
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rosaria



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BeitragVerfasst am: 14.02.2008, 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

Man könnte noch mehr erleichtert sein, wenn man wüsste, was jetzt kommt.

Es ist zu befürchten, dass jemand das Ministerium über einen längeren Zeitraum kommisarisch leitet. Im schlechtesten Fall bis zu Neuwahlen und das kann sich hinziehen.

In der Zwischenzeit wird sich nichts bewegen, es sei denn die Parteien bewegen sich.

rosaria
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