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Die Männer-Rolle in der Grundschule

 
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Erik
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Anmeldedatum: 30.08.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 13.09.2007, 11:02    Titel: Die Männer-Rolle in der Grundschule Antworten mit Zitat

Der 11. September brachte vor sechs Jahren ein Chaos, im Jahre 2007 aber einen Funken Hoffnung für die Schullandschaft, jedenfalls hier der Nähe meiner Geburtsstadt in Form des nachfolgenden Artikels:
Zitat:
GUNDERNHAUSEN (bei Darmstadt)
Der 31 Jahre alte Andreas Krauß ist vor wenigen Wochen zum wichtigsten Mann für die rund 150 Grundschüler in Gundernhausen geworden: Krauß, bislang Stellvertretender Leiter der Grundschule in Bensheim/Auerbach, will als neuer Schulchef im Roßdörfer Ortsteil ?eine ganz besondere Schulsuppe kochen" und betont zugleich seine Männerrolle.

In hessischen Grundschulen haben Männer Seltenheitswert. Das kann Krauß aus eigener Erfahrung bestätigen. Wo man auch hinschaut - die Kinder der ersten bis vierten Klasse sind fast ausschließlich von Frauen umgeben. Die einzigen Männer, die sie erleben, sind oft die Hausmeister. Kultusministerin Karin Wolff (CDU) wird zwar nicht müde, das starke Geschlecht für den Job an der Bildungsbasis zu werben. Doch offenbar ist die Bezahlung zu schlecht. Zudem scheint das Arbeitsfeld manchen Männern nicht anspruchsvoll genug.

In Gundernhausen gibt es neben Krauß noch einen Kollegen mit Vertretungsvertrag - den bei¬den Männern stehen zehn Frauen gegenüber. ?Aber es ist doch ganz wichtig, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern besteht", sagt Krauß. ?Männer gehen mit den Dingen einfach anders um, haben einen anderen Blickwinkel." Von einer anspruchslosen Arbeit kann keine Rede sein. Wenn Fünfjährige in die Schule kommen, sind sie noch besonders wissbegierig. Die Lehrer können viel erreichen, aber auch viel zerstören.
Krauß ist in Gundernhausen nicht nur der Chef, der im Büro sitzt. Er tritt auch als Klassenlehrer auf. ?Ich gebe 16 Wochenstunden, habe eine halbe Stelle für den Unterricht." Wenn irgendwo eine Tür klemmt, muss er ?schon mal hebeln, weil unser Hausmeister nur an zwei Tagen da ist". Der neue Chef mag das ?naturwissenschaftliche Experimentieren", bevorzugt das Praktische. Was er überhaupt nicht leiden kann, ist das ?Betütteln der Kinder", sie ?in Watte packen".

Anders als im privilegierten Auerbach, wo vorwiegend Akademiker und gut Betuchte leben, gibt es in Gundernhausen einen vergleichsweise hohen Ausländeranteil. Auch das ist eine Herausforderung: Ein Drittel der Grundschüler haben Migrationshintergrund - sie kommen aus Angola, Somalia, Vietnam, China, Polen, Mazedonien und aus der Türkei. Um ihre Sprachdefizite am Übergang vom Kindergarten zur Schule auszugleichen, wird es auch in diesem Jahr wieder einen gesetzlich vorgeschriebenen Vorlaufkurs ?Frühförderung in Deutsch" geben. Zehn Kinder müssen diesmal daran teilnehmen.

Das ?Erkennen von Lese- und Rechtschreibschwächen" auch bei deutschen Kindern ist die wichtigste Zutat in der Krauß'schen Schulsuppe. In der bunten Zusammensetzung der kleinen Schulgemeinde sieht der Schulleiter kaum Spannungspotenzial, aber ?eine große Chance". Krauß, unverheiratet und kinderlos, ist leidenschaftlicher Hobbykoch. Er hat immer ?Lust auf Neues" und liebt die Offenheit.

Michael Fritz - Darmstädter Echo vom 11.09.2007


Hut ab und Kochmütze auf, ich, als ausgewiesener Hobbykoch und Tim Mälzer-Fan, bin nur noch begeistert. So einfach kann Schule sein. Vielleicht sollte Kochen Pflichtprogramm bei dem Studium auf Lehramt werden, dann klappt's bestimmt auch besser mit den Schülern.

Denn eins ist absolut unstrittig: Ein Koch strebt immer die Zufriedenheit seiner Kunden an, ihnen muss sein Essen schmecken, nicht dem Koch selbst!

Und genau so ist es mit der Bildung - sie muss den Schülern schmecken und darf nie und nimmer der Selbstdarstellung des/der Lehrers/Lehrerin dienen. Kinder stehen im Mittelpunkt, auch im Hinblick auf die berufliche Zukunft der Lehrer/innen (es sei denn, sie gehen in die Politik). Und genau im Mittelpunkt stehen die Kinder im Weg! Hallo!

Ich jedenfalls wünsche Herrn Krauß alles, alles Gute und dass er mit breitem Kreuz noch lange seine Schulsuppe kochen kann!

Euer Erik

PS. Und sollte er Probleme bekommen, werde ich ihm ein paar "Rezepte" zukommen lassen!!!
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