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Fehl am Platz - falsche Berufswahl vieler Lehrer

 
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Silke
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Anmeldedatum: 22.03.2006
Beiträge: 89
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 13.10.2007, 17:19    Titel: Fehl am Platz - falsche Berufswahl vieler Lehrer Antworten mit Zitat

Hallo an alle,

heute morgen auf der Titelseite unserer örtlichen Tageszeitung
ein Artikel über eine neue Studie

Zitat:
Fehl am Platz

Studie ? Überforderung in der Schule: Viele Lehrer haben einfach den falschen Beruf gewählt


STUTTGART. Die psychische Belastung von Lehrern ist laut einer Studie oft auch Folge einer falschen Berufswahl. Es seien schlicht ?zu viele ungeeignet für den Lehrerberuf", sagte Uwe Schaarschmidt von der Universität Potsdam am Freitag in Stuttgart. Der Psychologe hatte für seine Studie zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz 20 000 Lehrer aus 14 Bundesländern befragt. Jeder zweite der Lehramtsstudenten und Referendare wies demnach Verhaltensmuster auf, die dazu führen, dass er die psychischen Anforderungen des Berufs nicht bewältigen konnte.
Die Motive für das Lehramtsstudium seien oft die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie vermeintlich geringere Studienanforderungen, sagte der Psychologe. Viele glaubten, der Beruf sei leichter als andere. Auch dürfte die Absicherung als Beamter eine Rolle spielen. ?Doch das ist keine Basis für einen Beruf, dessen Voraussetzung die Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist."
Der Vorsitzende des Beamtenbunds Baden-Württemberg, Volker Stich, forderte mehr Beratung für Schulabgänger und Studienanfänger, um deren Selbsteinschätzung zu verbessern. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erklärte, Studenten sollten nicht erst nach dem Grundstudium erstmals vor Schülern stehen, sondern schon in den ersten Semestern. Dann sei ein Studienwechsel noch leicht möglich.


Diese Studie deckt sich mit einer Erfahrung, die ich persönlich vor ca. zwei bis drei Jahren gemacht habe, und zwar hatte ich eine Arbeitskollegin, die auf Lehramt Grundschule studiert hatte.
Während sie auf die Zuteilung einer Stelle wartete, arbeitete sie in dem Supermarkt, in dem ich arbeite.
Ein paar Wochen später erhielt sie eine Stelle, wenig später arbeitete sie auf einmal wieder bei uns. Meine Frage nach dem warum, beantwortete sie damit, dass sie sich den Berufsalltag als Grundschullehrerin schlicht anders vorgestellt hätte.
Frage ich mich natürlich, was macht so jemand, der nicht einfach in einen anderen Job wechseln kann? Übt derjenige/diejenige dann einen Beruf aus, der ihm/ihr nicht wirklich gefällt?
Und das alles auf dem Rücken unserer Kinder.

Für den Lehrerberuf braucht man m. E. die besten Schüler und nicht die, die aus Gründen der Versorgung und der Arbeitszeiten, diesen Beruf ergreifen möchten.
Finnland macht es vor. Dort ist ein Lehramtsstudium NC-belegt, außerdem werden vor Aufnahme des Studiums Eignungstests durchgeführt. Weiterhin ist zusätzlich zum fachbezogenen Studium ein abgeschlossenes Pädagogik-Studium erforderlich.
Die Spatzen pfeifen es schon seit Jahren von den Dächern, dass sich bei der Ausbildung der Lehrer dringend etwas ändern muss,
trotzdem tut sich nichts, und wir Eltern quälen uns mit unseren Kindern durch die langen Jahre der Schulzeit.
Wann wachen unsere Politiker endlich auf, und ermöglichen Kindern und Eltern eine unbeschwerte Schulzeit mit zufriedenen Lehrern und zufriedenen Schülern?

Viele Grüße
Silke

Und hier noch ein wenig Statistik:

Zitat:
An den allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Deutschland unterrichteten im vergangenen Schuljahr 2006/07 rund 792000 hauptberufliche Lehrer. Das waren 0,9 Prozent mehr als im Jahr 2000/01. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Schüler um vier Prozent gesunken.
65 Prozent der Lehrkräfte waren Frauen, ihr Anteil ist im Zeitraum seit 2000/01 um rund drei Prozentpunkte gestiegen. Das Durchschnittsalter der Lehrer erhöhte sich im genannten Zeitraum von 47,3 auf 48,1 Jahre. Für Frauen scheint nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der Lehrberuf besonders attraktiv zu sein. Auch unter den angehenden Lehrern lag der Frauenanteil bei überdurchschnittlichen 68 Prozent.
In der Beliebtheitsskala der Lehramtsstudenten rangierten im Winterhalbjahr 2006/07 die Sprach- und Kulturwissenschaften mit rund 60 Prozent an erster Stelle. 22 Prozent der angehenden Lehrer wählten ein Hauptfach im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften. An dritter Stelle stand mit sechs Prozent der Fachbereich Sport.


Artikel zitiert aus dem Darmstädter Echo und der FAZ vom 13.10.2007
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