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Unkritische Lehrer? - Vattenfall unterrichtet Klimaschutz

 
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 17.02.2008, 17:40    Titel: Unkritische Lehrer? - Vattenfall unterrichtet Klimaschutz Antworten mit Zitat

Zitat:
12.02.2008

Das Vattenfall-Braunkohlekraftwerk in JänschwaldeKonzern macht Schule

Vattenfall unterrichtet Klimaschutz


von Reinhard Laska und Wilko Florstedt

Vattenfall klärt an Brandenburger Schulen über Klimaschutz auf. Schirmherr der "Klimaakademie" ist Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD). Umweltschützer sind entsetzt, denn Vattenfall verursacht die meisten CO2-Emissionen im Land.


Als der "Klimabus" vergangenen Donnerstag auf den Schulhof des Cottbusser Max-Steenbeck-Gymnasiums biegt, freuen sich viele Schüler auf einen Unterricht der besonderen Art: Heute ist "Aktionstag". Referenten des Stromkonzerns Vattenfall wollen die Gymnasiasten spielerisch für den bewussten Umgang mit Energie sensibilisieren.

Zitat
?Da wird der Bock zum Gärtner gemacht.?


Thorben Becker 40 Millionen Tonnen CO2


Drei Stunden lang suchen Schüler, mit Messgeräten ausgestattet, nach Lücken in der Dämmung des Schulgebäudes und nach anderen Energiefressern. "Da wird der Bock zum Gärtner gemacht", urteilt Thorben Becker vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland über die Aktion von Vattenfall und verweist darauf, dass allein die beiden Lausitzer Vattenfall-Braunkohlekraftwerke jedes Jahr etwa 40 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre pusten - das seien nahezu zwei Drittel der gesamten Brandenburger CO2-Emissionen. Das brandenburgische Kraftwerk Jänschwalde gehöre zu den schmutzigsten in ganz Europa.

Doch davon erfahren die Schüler im Klimabus nichts. Zwar ist die Rede davon, dass Deutschland jährlich viel zu viel CO2 produziere. Dass Vattenfall aber der größte CO2-Emittent im Land Brandenburg ist und damit auch mit verantwortlich für die Klimaveränderungen - davon kein Wort. Umrahmt von Werbeplakaten erzählt der Referent stattdessen vom CO2-armen Kohlekraftwerk - das es aber noch gar nicht gibt.

Zitat
?Als Energieunternehmen sind wir uns der Verantwortung für die Umwelt und die kommenden Generationen bewusst. ?


Hartmuth ZeißPreisgeld lockt

"Klimaakademie" nennt Vattenfall die Aktion, für die der Schuldirektor Andreas Käßner "dankbar" ist. Denn der Konzern stelle Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die der Schule sonst fehlten. Außerdem lockt ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro für den Sieger eines Wettbewerbs, den Vattenfall ausschreibt. 13 Brandenburger Schulen hoffen nun auf den Gewinn, nehmen teil an der "Klimaakademie".
"Als Energieunternehmen sind wir uns der Verantwortung für die Umwelt und die kommenden Generationen bewusst", sagt Vattenfall-Vorstandsmitglied Hartmuth Zeiß. Dem Urteil scheint sich Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) anzuschließen. Er ist Schirmherr der Aktion, die Kritiker als reine PR-Kampagne bewerten.


Zitat
?Es ist auf keinen Fall selbstverständlich, dass ein Konzern wie Vattenfall so viel für die Umwelt tut.?


SchülerKritische Nachfragen fehlen

Das ficht Bildungsminister Rupprecht nicht an. Schüler und Lehrer seien sehr wohl in der Lage, sich selbst eine Meinung zu bilden. Doch eine Frontal21-Umfrage am Max-Steenbeck-Gymnasium zeigt, dass kritische Nachfragen fehlen: "Also meiner Meinung nach tun sie extrem viel für die Umwelt", sagt ein Schüler, schließlich versuche der Konzern immerhin, "die Rekulturierung und Renaturalisierung vom Tagebau ordnungsgemäß durchzuführen". Ein Mitschüler stimmt ihm zu. "Es ist auf keinen Fall selbstverständlich, dass ein Konzern wie Vattenfall so viel für die Umwelt tut". So ist die "Klimaakademie" ein voller Erfolg - zumindest für Vattenfalls PR-Strategen.
dpaEin Dorf wird weggebaggert
Der Strommonopolist als engagiertes und freundliches Unternehmen - für die Bewohner des Örtchens Grabko gerade mal 33 Kilometer weiter östlich klingt das wie Hohn. 156 Einwohner, 50 Gehöfte und etliche Hektar Kiefernwald - diese ländliche Idylle könnte in Zukunft dem Erdboden gleich gemacht werden. Und die Grabkoer müssten sich eine neue Heimat suchen, wenn nämlich Vattenfall die Genehmigung erhält, hier Kohle im Tagebau abzubauen.

Keine Exkursion

Nach Grabko fährt der Vattenfall-Bus übrigens nicht. Dabei hätte eine Exkursion der "Klimaakademie" gerade mal eine halbe Stunde Fahrtzeit gekostet.

© ZDF 2008


Quelle:
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhal....1872,7158321,00.html?dr=1


Video zum Beitrag: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/429746?inPopup=true
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Petra Litzenburger



Anmeldedatum: 20.01.2006
Beiträge: 669
Bundesland: Saarland

BeitragVerfasst am: 17.02.2008, 17:43    Titel: Antworten mit Zitat

Sind Lehrer wirklich so unkritisch ? Oder anders gefragt, sind Lehrer wirklich so dumm eine PR-Kampagne nicht von einer objektiven Information zu unterscheiden?

Vielleicht können viele Lehrer deshalb nicht mit Kritik umgehen?


Petra Litzenburger, leicht amüsiert
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Doris Carnap
Moderatorin


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Beiträge: 803
Bundesland: Hessen

BeitragVerfasst am: 18.02.2008, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Petra,

vor allen Dingen wohl ein unkritischer Kultusminister. So erklärt der diese Zusammenarbeit:

Zitat:
Bildung
Vattenfall eröffnet umstrittene Klima-Akademie

Der Energiekonzern Vattenfall Europe hat am Donnerstag den Betrieb seiner Klima-Akademie aufgenommen.

Zum Auftakt am Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus verteidigte Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) seine Schirmherrschaft, nachdem Oppositionsparteien und Umweltverbände dies heftig kritisiert hatten. Es sei nicht zu bestreiten, dass Vattenfall mit dem Klimaunterricht sein Image verbessern wolle.

Aber der Konzern stelle sich seiner Verantwortung und der Dialog dürfe nicht außerhalb der Schulen geführt werden, betonte der Minister. Alle beteiligten Schulen hätten sich freiwillig für das Projekt gemeldet.

Der Energieversorger will bei seinem Klima-Unterricht nach eigenen Angaben Schüler in 13 weiterführenden Schulen der Lausitz für einen bewussten Umgang mit Energie sensibilisieren. http://www.rbb-online.de/_/nachrich...._jsp/key=news7035277.html

Da bleibt jedenfalls zu hoffen, dass die Lehrer diese Aktion kritisch begleiten.

Doris
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"Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler." Ralph Waldo Emerson
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